Ran an die Kassen - das Vienna International Film Festival geht ab 19. Oktober in die 45. Runde. Die große Wellbuilt Vorschau verrät schon jetzt welche Werke man keinesfalls verpassen darf!

Für dreizehn Tage im Oktober, darf sich Wien auch 2007 wieder als Nabel der Welt des internationalen Off-Kinos fühlen. Die ein oder andere kleine Anpassung außen vor, setzt Direktor Hans Hurch weiterhin auf sich selbst und seine Auffassung von Gut und Böse, mit dem Ergebnis, dass das Festival vom eingeschlagenen Weg der letzten Jahre auch heuer keinen Millimeter abweicht.

Und warum auch, hat sich die Viennale in der letzten Dekade doch zu einem klassischen Selbstläufer entwickelt, kommerziell erfolgreich und programm-technisch absolut eigenständig. Was soviel bedeutet wie: more of the same für das Wiener Kinovolk, "Kino mit Haltung" statt "Publikumsfestival".

Die bei Betrachtung des guten alten Faltplans offensichtlichste Neuerung für 2007 ist die im Künstlerhaus untergebrachte Zusatzschiene "Bonus Track", welche sowohl zur Bespielung sogenannter "Late Additions" dient, in erster Linie aber dem Publikumswunsch nach zusätzlichen Vorstellungen besonders populärer und somit rasch ausverkaufter Werke entgegen kommt.

Letzterer Punkt ist es auch, der in diesem Jahr erstmals für einen dezenten Rückgang hinsichtlich der Anzahl gezeigter Arbeiten gesorgt hat, insgesamt wartet die Viennale diesmal mit gut 120 Produktionen auf. Hauptaugenmerk wird dabei wie gehabt auf das neue, unbekannte Kino gelegt, im schmalen Spalier der großen Namen finden sich heuer Ang Lee, die Coen-Brüder, George A. Romero, Paul Schrader, Todd Haynes und Gus van Sant wieder.

Neben den Fixpunkten Langfilm, Dokumentarfilm und Retrospektive, gibt es natürlich auch in diesem Jahr wieder ein großes Tribute, heuer zu Ehren der US-Schauspielerin Jane Fonda. Die Special Programs widmen sich 2007 den Filmemacherinnen Stephanie Rothman, Nina Menkes und Pascale Ferran, dem Factory-Begleiter Danny Williams, sowie dem Proletarischen Kino der Ersten Republik. Als Bonus-Feature gibt es die Schiene Best Off, eine Schau in der Vergangenheit nicht gezeigter Werke.

Für Informationen zur Organisation, dem Ticketkauf (feat. positive Änderung für alle Retro-Besucher!), Partys oder der wieder im Dachgeschoss der Urania beheimateten Viennale Zentrale sei hiermit gerne auf die offizielle Festival-Homepage verwiesen


Nicolas Ossberger