V'12
First Preview

25. Oktober bis 7. November, Wien


Viennale 2012

Die 50. Auflage des Vienna International Film Festivals wirft ihre Schatten bereits voraus! Im Rahmen der traditionellen Sommerpressekonferenz gewährte Hans Hurch erste Einblicke ins diesjährige Geschehen und lies dabei auch schon die ein oder andere Jubiläumsüberraschung fallen. Offiziell vom Stapel gelassen wird das Programm heuer am 16. Oktober, der Ticketverkauf startet am 20. Oktober.

Hauptprogramm

Die im Rahmen der letztjährigen Viennale angekündigten großen Veränderungen sind, soweit es der erste Einblick ins Programm erlaubt, eher subtiler Natur. Eine stärkere inhaltliche Durchmischung, mit kleinen Schwerpunkten und bewusst gesetzten Akzenten ist angekündigt, im Großen und Ganzen wird sich der zentrale Teil des Festivals allerdings auch 2012 wieder aus in etwa 130 Langfilmen in der klassischer Mixtur aus alten Bekannten und neuen Gesichtern zusammensetzen.

Auf dem Spielplan finden sich u.a. neue Arbeiten von Takashi Miike, Todd Solondz, Thomas Vinterberg, William Friedkin, Kenneth Lonergan, Raul Ruiz, Apichatpong Weerasethakul und Miguel Gomes. Im Zuge der noch anstehenden Festivals von Venedig und Toronto dürfte hier aber der ein oder andere große Name noch folgen.

Auch im Jubiläumsjahr unverändert stark vertreten ist der Dokumentarfilm. Im unendlichen Raum zwischen Politik, Kultur, Gesellschaft und Weltgewissen bewegen sich 2012 die aktuellen Produktionen von (u.a.) Werner Herzog, Romuald Karmakar, Amir Bar Lev, Silvina Landsmann und Stephen Dwoskin.

Tributes & Special Programs

Der bis dato namentlich größte Wurf ist der Viennale heuer mit Sir Michael Caine gelungen, der das ihm gewidmete, insgesamt zehn Arbeiten umfassende, Programm "Play it dirty. Play it class" persönlich begleiten wird.

Kein Mann von Traurigkeit ist auch Jörg Buttgereit. Der deutsche "Nekromantik"-Regisseur hat für die Viennale die Genre-Schiene "Eine kleine Geschichte des Unheimlichen" zusammengestellt, inklusive Klassikern von Mario Bava, Ishiro Honda und John Carpenter.

Mit Manuel Mozos lenkt die Viennale auch heuer wieder ihr Licht auf das Schaffen eines Regisseurs aus Portugal, der seinerseits nicht nur Eigenproduktionen zeigen wird, sondern dem Wiener Publikum in Form von fünf exemplarischen Arbeiten die Filmhistorie seiner Heimat näher bringen wird.

Retrospektive

In Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum, ehrt die Viennale 2012 Großmeister Fritz Lang mit einer ausführlichen Retrospektive. Zu sehen sein werden natürlich alle Klassiker des gebürtigen Wieners, aber auch zahlreiche Arbeiten mit und über den legendären Regisseur. Das Programm läuft von 18. Oktober bis 29. November im Filmmuseum.

Neue Zentrale

Die Viennale versteht sich seit jeher als Festival in konstanter Bewegung, weshalb es nur schlüssig ist, dass im Jubiläumsjahr nach dem Stadtpark, der Urania und dem Badeschiff eine neue Festival-Zentrale her musste. Diese befindet sich nun in der ehemaligen Unternehmenszentrale der Post im 1. Bezirk - ein Prachtbau, der dem Anlass mehr als gerecht werden wird.


Die große Wellbuilt Viennale-Vorschau folgt traditionell Mitte Oktober, bis dahin lohnt es sich den ein oder anderen Blick auf die offizielle Festivalseite zu werfen bzw. die Tweets aus dem Viennale-Büro zu verfolgen.

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Nicolas Ossberger



















All images: © Viennale