:  jestofunk  :   
 

Jestofunk ist anders... Die drei Köpfe von Jestofunk sitzen nicht verraucht vor dem Computer, und sampeln was das Zeug hält, wie das so Andere machen, sondern sie basteln in ihrem (verrauchten?) Studio mit den verschiedensten Live-Musikern an ihren Ideen, ein bißchen Zaubersalz - et voilà - ein äußerst vielseitiges Album wie Universal Mother. 
universal motherDiese drei Allroundmusiker, sind ihres Zeichens alt eingesessene DJs, deren Namen nun wohl genannt werden müßen: Alessandro Blade Staderini, aus der Toskana, der sich schon früher einen bzw. seinen Namen in der amerikanischen und englischen Undergroundszene gemacht hat. Claudio Mozart Rispoli, beheimatet in der Gegend von Rimini, ist bekannt für seinen Afrostil, den er in den letzten Jahren bis zur Perfektion verfeinern konnte. Und dann ist da noch Francesco Farias, ebenfalls von der Riviera, der schon frühere Projekte in Zusammenarbeit mit Mozart unter dem Namen "The Last Minister" durchführte. 

Bei Jestofunk funktioniert es, aus Jazz, Soul, Funk und einem Hauch elektronischer Begleitung - natürlich darf der "Oberarmstarke" Drumcomputer zwischen den sphärischen und blubbernden Klängen nicht fehlen - tanzbare Clubmusik zu kreieren. "Let yourself flow..." wird dem Zuhörer im Intro ins Ohr gehaucht und so geht es auf zu einer Reise, wo Ruhestörungsklagen fehl am Platz sind. Sei es zu natural vibes mit Raggaman Freddie McGregor, oder ein Excurs über ausdruckstarke Soulstimmen mit Ce Ce Rogers (Empfehlenswert ist Why? -Track 12- durch das eingespielte Guitarloop von Francesco Fuzz) oder Jocelyn Brown.

Aber dieses Konglomerat aus den verschiedensten Einflüßen bei Jestofunk verleiht dem Album das gewisse Etwas.

love in a ....und wer nicht nur eingescannte Bilder von Jestofunk sehen, sondern sie auch live hören möchte, der eile nach: 24.07.98 Perg, Burg Clam bzw. 25.07.98 zum Groove Quake Festival nach Wiesen 

text: ivo trompler