:  sushi 4004 : yoshinori sunahara :

text+interview: niko alm

Bungalow Records sind an der zweiten Etappe ihrer Remissionierung des alten Kontinents angelangt. Sushi 4004 ist das Sequel zu 3003 und enthält16 Kleinode soliden japanischen Clubpops, eine Etikettierung die allerdings von Bungalow stammt (the return of spectacular japanese clubpop).
Yoshinori Sunahara erschien mehr oder weniger parallel zu dieser Compilation, an der er mit "Hawaii 2300" Anteil nimmt, mit einem eigenen Release "Take Off And Landing", den er in Europa gemeinsam mit Le Hammond Inferno (= bungalow rec.) im Verlaufeiner kleinen Clubtour (u.a. in Wien im b72) auch persönlich vorstellt(e).

"Sushi 4004 ist ja noch besser als Sushi 2002", wird Holger Beier und Marcus Liesenfeld vom bungalow desöfteren bewundernd eingestanden, offensichtlich nicht wissend, daß die Serie mit 3003 begonnen hat. 2000 klingt ja auch wirklich schwach heutzutage (reicht höchstens noch für Pulp), von 1000 bzw. 1001 gar nicht nicht zu reden; da denkt man wohl eher an 1001 Nacht und Kuschelrock. 3003 mußte es sein, ein bungalow-Gütesiegel, das in weiterer Folge auch für RO 3003, das deutsche Pendant verwendet wurde.
Sushi 3003 brachte erstmals nach Europa, was sonst nur dem japanischen Untergrund vorbehalten war, wobei es sich beileibe um keinen Sound handeln muß, der nicht auch in gewisser Weise massenkompatibel wäre. Es kommt auch nicht von ungefähr, daß die vertretenen Acts ihre Verträge mit Majors abgeschlossen haben, denn der japanische Markt ist groß und auch geringere Verkaufszahlen reichen offensichtlich noch aus um Kunst und Wirtschaft gleichermaßen das Überleben zu sichern.
Diese Maßzahlen übersteigt Yoshinori Sunahara mit seiner eigentlichen Band Denki Groove spielend. Ein lockeres "500.000" entschlüpft ihm bei der Frage nach den Albumverkäufen einer Band, die in Europa sicher nicht zu den meistverkauften zählt, zumal die aktuelle Platte noch nicht erschienen ist, aber demnächst als Doppel-CD kommt. Für die erste Maxi seiner Soloanstrengungen, die für ihn eher Ausgleich und Entspannung bieten, gibt es allerdings europäische Schützenhilfe. Patrick Pulsinger (Ö/Cheap Records) fertigte eine 10-Minuten Version von "Journey Beyond The Stars" auf Seite B.

... interview folgt in baldigkeit