: donots : poppunk mit punkattitüde

text: werner schröttner / thomas weber

7 Jahre nach ihrer Gründung scheint die große Zeit der Donots nun endlich gekommen zu sein. Die fünf Freunde aus Deutschland landeten nicht nur mit "Pocketrock", ihrem neuen Album in den Charts. Mit "Whatever happened to the 80s" und "Superhero" gehen mittlerweile auch zwei Hit-Singles auf ihr Konto. Ein Interview mit Gitarrist Guido.

Mit "Whatever happened to the 80s" und "Superhero" gehen mittlerweile auch zwei Hit-Singles auf das Konto der Donots. Und die dazugehörigen Videos laufen auf allen deutschsprachigen Musikfernsehsendern auf Heavy Rotation. Dafür ist nicht zuletzt ihr mit eingängigen Melodien versehener Poppunk verantwortlich, der laut dem sympathischen Donots-Gitarristen Guido aber weit mehr als belanglose Pop-Musik sein soll. Im Vordergrund stehen Spaß, Gitarren-Purismus, die klassische Punkattitüde und das Pushen befreundeter Bands. Details erklärt Gitarrist Guido Donot im wellbuilt-Interview.


wellbuilt: Inwieweit glaubst du, dass eine gute Promotionagentur oder ein bekanntes Label wichtig ist, um so "berühmt" zu werden, wie ihr es mittlerweile seid?

Guido: Also wichtig in dem Sinne, daß du Leute erreichst. Vor allem durch Medien, Radio und Fernsehen. Da sind dann natürlich auch einige fragwürdige Sendungen dabei. Ich finde aber, daß es da auch immer so eine Sache ist, wie man sich dort präsentiert, nicht daß man da war, sondern wie man sich da präsentiert hat. Das gute an den Mediensachen ist, daß man sagen kann was man meint. Das ist OK. Sicher gibt es auch Medien, die einen das Wort im Mund umdrehen, das ist klar, aber rein wie das rüber kommt, die Information, das ist schon OK.

wellbuilt: In eurer Bio schreibt ihr, daß ihr im August 1999 mit Captain Jack, Christian Wunderlich und anderen fragwürdigen Kollegen die RTL-Ringfestbühne geteilt habt. Also seht ihr darin auch die Möglichkeit den Leuten zu zeigen, daß es auch noch etwas anderes gibt?

Guido: Auch chartsmäßig finde ich ist es besser wenn die Leute handgemachte Musik, ehrliche Musik hören, als nur die "Raise your hands in the air"-Scheiße. Da ist es halt besser, wenn sich die Kids halt soetwas anhören, wo etwas dahintersteckt, als irgendsoeine Techno-Kacke, die eigentlich nur verblödet.

wellbuilt: Warum glaubst du seid ihr gerade jetzt mit eurem "Pocketrock" Album so richtig bekannt geworden? Paßt ihr so gut in den derzeitigen Emo-Hype?

Guido: Also das mit dem Emo-Hype das ist echt wahr. Gerade Gitarrenmusik generell ist derzeit wieder sehr gefragt. Ich weiß halt nicht, wie das jetzt wäre, wenn dieser Hype jetzt gerade nicht da wäre, und wir hätten die Platte rausgebracht, aber im Großen und Ganzen sind das halt mehrere Sachen die ineinander gehen. Vorher die Platten, die wir hatten, da war der Sound – bei "Better Days Not Included" beispielsweise – da war der Sound total platt, und die Neue, da ist das halt anders. Die kannst du anmachen und da ballerts. Das ist für mich überhaupt ein Kriterium beim Plattenkauf, daß der Sound halt OK ist. Das muß nicht immer ein fetter Sound sein, der muß halt dazu passen. Zum Beispiel, was ich geil find, bei Iggy & The Stooges, die alten Sachen, das klingt ja wie Schrott, aber das ist halt geil, das paßt ja dazu. Oder die alten Blondie Sachen klingen auch wie Müll, aber das ist halt geil. Da gehört das halt dazu.

wellbuilt: Wie verkauft sich "Pocketrock" eigentlich in nicht deutschsprachigen Ländern?

Guido: Ich weiß es leider nicht einmal von Deutschland. Das dauert nämlich immer eine Zeit...

wellbuilt: Wo ist das Album denn bis jetzt überall erschienen?

Guido: In allen deutschsprachigen Ländern.

wellbuilt: Weißt du, wie ihr im nicht deutschsprachigen Ausland so ankommt?

Guido: In Amerika haben Labels Interesse bekundet, aber das ist halt noch nicht sicher. Ich glaub halt erstmals, daß in Amerika was sein wird.

wellbuilt: Inwieweit würdest du eure Musik als Punkrock bezeichnen? In diversen Rezensionen stolpert man ja ständig über euren "Punkrock"...

Guido: Bei uns in der Band ist das total unterschiedlich. Wir sind halt fünf verschiedene Leute. Der andere Gitarrist und der Schlagzeuger haben mit Punkrock gar nichts am Hut. Die stehen halt einfach auf Gitarrenmusik. Ich halt für meinen Teil empfinde Punk Rock als eine Sache der Einstellung. Musikalisch ist Punk Rock für mich im Grunde genommen was anderes. Wir machen sehr poppige Musik, aber von der Einstellung, sich nicht den Mund verbieten zu lassen, das ist für mich im Grunde genommen Punk Rock. Aber wie gesagt: musikalisch sind wir sehr poppig, was ich ja auch mag.

wellbuilt: Wie würdest du Punk definieren?

Guido: Natürlich definiert das jeder anders. Aber für mich heißt es, sich nicht den Mund verbieten zu lassen, egal von wem und einfach die Sachen machen, woran man denkt, auch wenn es halt tierisch in die Hose gehen kann. Da muß man dann halt durch, weil du einfach daran glaubst.

wellbuilt: Wie stehst du zu anderen deutschen Bands wie Guano Apes, Scycs oder Glow und wieso glaubst du, daß viele von denen nach einem Hit so schnell wieder verschwinden?

Guido: Ich glaube so Sachen wie Scycs und Glow oder auch die Guano Apes...also erstmals die Musik gefällt mir überhaupt nicht. Aber die Sache ist halt die, ich weiß jetzt nicht, wie das bei Scycs aussieht, wie lange es die vorher schon gab oder gibt halt, aber die Sache ist halt die, seit 7 Jahren haben wir uns den Arsch abgespielt, in jedem kleinen Pisspot haben wir angehalten und gespielt. Bei vielen Bands ist das so, die kommen auf einmal. Die gründen sich, kriegen sofort eine Plattenfirma und werden dann auch nach oben geboxt und die haben keine anständige Fanbasis, die halt für die da ist. Die werden halt angeboten, sodaß so und so viele Leute darauf anspringen. Das sind dann aber auch die Leute, die monatlich ihre Band wechseln. Dann haben sie ein anderes Angebot und springen da drauf an. Ich glaube, wenn man seit 7 Jahren unterwegs ist, dann hat man halt Leute, die an einen glauben und zu einem stehen. Eben durch die Livepräsenz und die Verbindung mit Fanzines, mit Leuten mailen oder schreiben halt. Das ist auch eine wichtige Sache. Nicht einfach nur ich spiel halt meine Mucke, sondern es ist auch wichtig mit den Leuten zu kommunizieren.

wellbuilt: Wie war das als ihr vor 7 Jahren begonnen habt. Was war da euer Umfeld?

Guido: Als wir angefangen haben, da hatten wir unsere Instrumente halt jeder 1 oder 2 Jahre und die haben wir dann auch dementsprechend gespielt. Früher haben wir halt angefangen Sachen zu covern. Bad Religion, The Clash und die Pistols und so. Das ging aber ordentlich in die Hose. Und dann haben wir so die eigenen Lieder gemacht. Nach einer Zeit war es dann die Melody-Core Schiene, Fat Wreck-Kram, aber davon haben wir uns dann auch schnell wieder getrennt, da das ja ein Gequatsche ist. Es gibt ja tausende solcher Bands.

wellbuilt: Wie alt seid ihr eigentlich? Was habt ihr von den 80ern eigentlich so mitgenommen, um auf euren ersten Hit ("Whatever Happened To The 80s", Anm.) zu sprechen zu kommen?

Guido: Also ich bin mit 21 der Jüngste. Der älteste ist 25 und die anderen sind so zwischendrin. Was wir so aus den 80ern mitgenommen haben? Ingo und ich sind ja Brüder und wir haben noch einen größeren Bruder. Der hat früher viel Metal gehört und der kam dann immer mit so Zeugs an. Als ich so 10 oder 11 war, da hat es bei mir mit dem Metalhören schon angefangen. Da habe ich mir halt den ganzen Dreck reingeschoben, so richtig schlechte Sachen wie Tankard oder Sodom. Und dann kam er später halt so mit Death Metal-Scheiben rüber. Das hat mich dann total fasziniert. Cannibal Corpse und Entombed. Und gestern beispielsweise habe ich mir noch eine Entombed-CD gekauft, die ich schon einmal hatte, aber dann blöderweise verkauft habe. Ich mag auch noch einige von den Sachen. Aber wir haben auch Pop gehört - so Sachen die in den Charts waren. Meine erste Platte war aber zum Beispiel "Blow Your Video" (AC/DC, Anm.). Was ich an den 80er Jahren aber großartig finde ist, daß es bei Bands um Albenverkäufe und nicht um Singleverkäufe ging. Die Leute sind rausgegangen und haben sich das ganze Album gekauft. Das ist eine Sache, die einen als Band richtig repräsentiert, mit Booklet und Texten, mit allem drum und dran. Heutzutage ist es halt so: die Leute schauen fern, sehen ein Video und denken sich: coole Band, und holen dann die Single... Da sind die anderen Lieder dann scheißegal. Da geht es nur um das eine Lied. Ich bin dabei - ich kenne das auch - ich kann es auf jeder Party mitgrölen.

wellbuilt: Wie wichtig sind euch dann eure Singles?

Guido: Singles - ja. Unsere "Whatever Happened To The 80s" Single war keine wirkliche Single sondern eine EP. Fünf Lieder, mit Booklet und dickes Tray. Weil bei Singles nämlich auch scheiße ist, dass du so ein kleines "Plastikfitzel" hast, eine Scheibe Papier und das wars. Bei uns waren dann eben auch die Texte abgedruckt, was ganz wichtig ist. Und außerdem hatten wir fünf Lieder anstatt der sonst üblichen drei zum selben Preis von einer Single, einer normalen.

wellbuilt: Könnt ihr eurer Publikum irgendwie charakterisieren? Habt ihr eine Art typisches Publikum?

Guido: Bei uns mischt sich das ziemlich. Es ist auch gerade durch diese Fernsehgeschichte, da haben wir sowohl die Viva-Kiddies, als auch viele Leute die so auf Emo stehen. Und ich denke mir vor allem bei den Kids, da ist es wohl besser wenn sie sich soetwas anhören, als wenn sie sich irgendeinen Techno-Scheiß geben. Bei uns ist halt jeder willkommen. Was ich schade finde an der Punkrock-Szene ist: die haben immer Probleme damit, wenn jemand aufs Konzert kommt, der ein Stück kleiner oder jünger ist, oder wenn sie halt alte Leute sehen. Ich habe da kein Problem damit. Jeder ist willkommen. Jeder ist gleich und soll zum Konzert kommen und Spaß haben.

wellbuilt: Seht ihr euch selbst als traditionelle Snowboardband? Weil ihr ja 1998 oder 1999 den offiziellen Song zur Snowboard-EM beigesteuert habt.

Guido: Nene. Dirk und ich wir skaten ganz gern. Aber wir wollen uns nicht zu einer Trendsportband machen - das auf gar keinen Fall. Da habe ich auch schon einmal einen Hals gekriegt, als ich einen Artikel über uns las, über dem stand "Trendsportpunkrock". Das war von irgend so einem Typen, der halt eine Stadtzeitung macht, so geschrieben. Mir haben die Augen getränt als ich diesen Artikel gelesen habe.

wellbuilt: Wie läuft die Tour bis jetzt?

Guido: Cool. Super. Wir hätten gar nicht damit gerechnet. Wir hatten jeden Abend den Laden voll - also so gerappelt voll. In Berlin mußten wir sogar den Laden wechseln, weil der Vorverkauf so gut war. Damit hätten wir nie im Leben gerechnet. Da waren auf einem Dienstag über 750 Leute da. Da dachte ich wirklich schon, das geht ja gar nicht mehr.

wellbuilt: Und was erwartest du dir vom Wien-Konzert?

Guido: Ich weiß überhaupt nicht, wie bekannt wir hier sind. Da weiß ich gar nichts. Ich bin hier heute einfach reingegangen (ins Flex, Anm.) und dachte mir es kommen jetzt gar keine Leute oder es kommen halt wieder einige. Was ich noch zur Tour sagen wollte: Ingo hat sich selbst ans Telefon gesetzt und hat für jede Stadt in Deutschland eine Punkrockband, meist Freunde von uns, angerufen und gefragt, ob sie mit uns spielen wollen. Er hat dann auch noch die Veranstalter angerufen und gefragt, ob das OK ist, wenn die mitspielen und hat auch dafür gesorgt, daß sie auch Catering und so bekommen. Somit sehen die Leute nicht nur zwei Bands, sondern immer noch eine dritte. Das finde ich nämlich gut, wenn man die Möglichkeit hat anderen Bands zu helfen, dann soll man das auch tun.

wellbuilt: Wie seid ihr zu Midtown als Vorband gekommen?

Guido: Wir haben halt einfach nach einer Band gesucht, die mit uns mitkommt. Da haben wir unter anderem von irgendwelchen Labels das Angebot bekommen, daß wir Geld bekommen würden, wenn wir eine Band von ihnen mitnehmen würden. Aber die Bands waren alle so Scheiße - alter Schwede - das ging überhaupt nicht. Midtown hatten dann auch ihre neue Platte gerade draußen und wir haben dann einfach Burning Heart gemailt und da die sowieso auf Tour nach Deutschland wollten, haben wir uns entschieden, gemeinsam zu touren. Wir haben schon vor der Tour mit ihnen hin und her gemailt und haben uns schon super verstanden. Und die Jungs sind wirklich großartig.

wellbuilt: Wie stehst du eigentlich zu MP3s?

Guido: Ich finde es schade, wenn die Sachen schon im Netz stehen, bevor die Band die Sachen veröffentlicht hat. Aber danach. Mein Gott du kannst halt nichts dagegen machen, also ist es im Prinzip scheißegal. Bei mir ist es halt so, ich gehe in den Laden und will was in der Hand haben. Ich will das Booklet haben, die Texte.

wellbuilt: Wie steht ihr eigentlich dazu, daß ihr in so vielen Artikeln immer als Fun Punk-Band bezeichnet werdet?

Guido: Das finde ich auch scheiße. Wir sind halt jetzt nicht diese Spaß-tralala-Jungs. OK, wenn man uns live sieht, wir haben halt auch eine Menge Spaß, und so solls auch sein. Spaß ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Musik muß Spaß machen, darum mache ich sie auch. Fun-Punk hingegen ist für mich tralala, saufen, ficken, tralala. Und so sind wir halt nicht.

wellbuilt:: Wie hättest Du es dann am liebsten, daß Deine Musik bezeichnet wird?

Guido: Es ist halt immer schwer irgendetwas zu finden. Es fällt mir kein passendes Wort ein, aber es ist halt ein Gemisch aus Rock, Pop und Punkattitude. Auf jeden Fall paßt es in die Schublade sehr poppig. Das finde ich aber auch gut. Ich mag Pop. Melodien sind schön.

wellbuilt: Gibt es Popbands, die Du besonders gerne magst?

Guido: Blondie mag ich sehr gerne. Blondie finde ich unglaublich. Tom Petty finde ich super. New Order finde ich auch großartig. Die waren richtig geil.

wellbuilt: Du hast vorhin von "Techno-Scheiße" gesprochen; kannst du mit
elektronischer Musik generell nichts anfangen?

Guido: Da gibt es halt New Order, die mag ich. Depeche Mode finde ich gut. Und kennt ihr DJ Shadow? Da gibt es ein Lied das heißt "High Noon". Das mag ich ganz besonders. Ansonsten ist das halt ein schweres Feld für mich. Ich mag halt Gitarrenmusik, aber ich bin jetzt nicht so eingeschränkt, daß ich sagen würde - es gibt nur Gitarrenmusik.

wellbuilt: Magst du Hip Hop? Warum glaubst du, daß eure Fans sehr wohl auch in der Hip Hop-Szene beheimatet sind?

Guido: Hip Hop ist nicht mein Ding. Zumeist ist das wieder diese Fernsehfraktion. Da gibt es sicher so und so viele Idioten die sich das anschauen und dann auch zu unseren Konzerten kommen. Die kennen halt unser Video und finden das toll und sagen sich halt, OK wir gehen da hin. Da gibt es genug davon.

wellbuilt: Wie sehen dann eure Videos aus?

Guido: Die sehen halt nicht ganz so hochglanzmäßig aus. Ein Video ist halt mehr auf lustig. Was heißt lustig, wir wollten halt kein so todernstes Video machen. In einem Video, in "Superheroes" zum Beispiel, da ist halt viel Live-Kram, weil das unsere Sache so repräsentiert und da ist so ein kleiner Junge, dem helfen wir immer aus diversen Situationen. So ein kleiner Nerd, der in Schule ein paar aufs Maul kriegt. Dann kloppen wir ein paar Leute mit unseren Gitarren kaputt und am Ende überfahren wir den Jungen aus Versehen mit dem Auto.

wellbuilt: Könnt ihr bei der Gestaltung der Musikvideos selbst mitreden?

Guido: Ja klar. Wir machen das immer so - entweder haben wir selbst die Ideen oder wir setzen und mit denen die das Video machen zusammen und sagen ihnen unsere Ideen und sie sagen, wie man diese umsetzen könnte. Aber wir können da mitsprechen. Ich hätte keinen Bock in einem Video mitzumachen bei dem ich denke Ogott Ogott.

wellbuilt: Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Guido: Ich weiß nicht was die anderen so denken und wir haben ehrlich gesagt auch noch nicht darüber geredet was wir in fünf Jahren machen wollen, oder ob wir da in irgendwelchen Straßenecken spielen oder in Rockstadien. Ich selber habe darüber auch noch nicht nachgedacht. Ich sehe fast immer den nächsten Tag oder den Tag jetzt und mach daraus das beste. Zum Beispiel hätte ich nie damit gerechnet, daß wir mit der Platte in Deutschland in die Charts kommen würden. Da dachte ich zuerst, irgendwer hat mich jetzt überrannt. Normalerweise denke ich nicht soweit. Aber mein Traum wäre natürlich wenn ich davon leben kann und dann nur noch Musik machen zu brauche, und nicht noch Arbeit nebenher. Wozu wir gerade auch keine Zeit haben, weil soviele Auftritte sind und da ist uns die Band auch wichtig. Ich habe früher eine Ausbildung angefangen und sehr schnell abgebrochen. Das war für die Band. Obwohl da war auch noch viel weniger mit Geld. Ich habe es halt gemacht, weil wir mehr Auftritte hatten. Mein größter Traum ist natürlich davon leben zu können. Dann müßte ich nicht irgendwelche Scheiß-Arbeiten machen und könnte mich auf das konzentrieren was mir am meisten Spaß macht.

wellbuilt: Wieviel habt ihr bisher von euren Platten verkauft?

Guido: Das ist jetzt unsere vierte Platte. Vorher hatten wir noch zwei Demos. Das erste mit einer Auflage von 30 Stück. Das andere hatte eine hunderter Auflage. Die ersten beiden Platten haben wir dann in Eigenregie gemacht, also ohne Plattenfirma. Die haben wir dann selber auf Konzerten vertickt und haben einen Mailorder gemacht. Die beiden hatten eine Tausender Auflage. Von der "Better Days Not Included" gab es, laß mich lügen, glaube ich 6.000 oder 7.000.

wellbuilt: Wäre es für euch vorstellbar die Texte auf Deutsch zu schreiben?

Guido: Eigentlich nee. Weil Ingo die Texte schreibt kann ich da nicht großartig was sagen. Deutsch finde ich, erstens da kann man sich sehr schnell auf den Arsch legen, entweder es klingt halt total nach Pathos oder es klingt hackstückelig. Ich finde Englisch kommt flüssiger und Englisch verstehen auch mehr, deshalb finde ich Englisch besser.

wellbuilt: Aber wenn Du sagst, daß die Platte bisher nur im deutschsprachigen Raum erschienen ist, wäre es da nicht egal?

Guido: Über Mailorder machen wir schon noch etwas in andere Länder.

wellbuilt: Welchen Anteil hat der Mailorder in anderssprachige Länder?

Guido: Das sind so ungefähr 100. Recht wenig halt.

wellbuilt: Ihr werdet bald eine Split 7" mit Midtown rausbringen. Was kannst du uns darüber erzählen?

Guido: Das läuft über Bushido Records. Das macht Matze, ein Freund von uns, von der Band Force Of Change. Die haben auch mitgespielt auf der Tour, eine Show. Der bringt das dann raus. Und den Vertrieb macht Green Hell aus Münster.

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