: zabine & bonnie prince billy : geballte ladung

text: space captain

Was haben Zabine und Bonnie Prince Billy gemeinsam? Beide machen Musik – und das am Samstag in Wien. Zabine anläßlich einer Unplugged Session samt Autogrammstunde (7. April, 13:30 Uhr im Virgin Megastore). Während uns Bonnie Prince Billy den Abend mit einem Konzert in der Szene Wien verschönern möchte.

Als Hubert von Goisern 1994 die Alpinkatzen auflöste um seine Soloprojekte zu forcieren, mußte sich auch Sängerin Alpine Sabine etwas Neues einfallen lassen. Frau Kopfinger, mit bürgerlichem Namen, zog sich zwecks Meditation im Dezember 1995 in ein indisches Ashram zurück. Nachdem auch hier, wie schon ein Jahr zuvor im afrikanischen Urwald ihren spirituellen Lehrmeistern Sabines Wahnsinns-Stimme auffällt, ist die neue Idee(ntität) geboren. Geboren wurde 1998 auch ihr Sohn. Der gibt ihr wie sie heute weiß "das Urvertrauen in mich selbst zurück". Der Boden, die musikalische Karriere selbst in die Hand zu nehmen, war vorbereitet. Herausgekommen sind dabei die zwölf Titel des Erstlingswerks "Aussi" und eine Imagekorrektur in Form einer kleinen Namensänderung in Zabine weil "das irgendwie aufregend und knackig klingt".

Das Album selbst lebt von seiner urwüchsigen Kreativität und einzigartigen musikalischen Ausflügen. Da wird zu Drum & Bass gejodelt, zu Volksmusik gerappt, ein österreichisches Mantra ziert einen Ambient-Beat, tibetische und afrikanische Weisen kommen in Dance-Beats daher. Der Zuhörer fällt von einer positiven Überraschung in die andere und wird so Teil eines Trips durch verschiedene Kulturen, die gleichzeitig integrierte Welt Zabines sind ......

Will Oldham, Ausnahmekünstler und Chamäleon unter den Singer/Songwritern kommt unter dem Pseudonym, das auch sein jüngstes Album trägt, Bonnie Prince Billy nach Wien. "Ease Down The Road" ist die musikalische Folge seiner vielen Band- und Soloprojekte wie neben dem eigenen Namen, Phantasiegebilde á la Palace Songs, Palace Music, Slint und Bonnie Billy. Darunter verborgen, große dunkle Gefühle, die trotz aller Stachel nie in Depression enden. Und immer finden sich Topmusiker aus allen Ecken der USA zusammen, um mit Oldham in die Tiefen der menschlichen Seele zu tauchen.

Denn zu lachen gibt es selten etwas. Keine Abgründe des irdischen Lebens scheinen ihm unbekannt. Dennoch immer Hoffnung am Ende des Tunnels. Nachtwachen in skarabäisch-schmuddeligen Bruchbuden wechseln in fast zerstörte Paradiese auf der ewigen Suche nach ein wenig Glück oder erfüllter Liebe. Wer ihn dabei begleiten möchte, hat am Samstag Abend in der Szene Wien Gelegenheit dazu.



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