| : the crash : finnish wild-live
text: andreas probst Nachdem das finnische Eishockey-Team bei "Bush's Friedensspielen" im Mormonencentrum Salt Lake City doch ziemlich enttäuschte, und auch die sonst so erfolgsverwöhnten Langläufer (frei nach dem Motto: heute schon gedopt?) einer Dopingsperre (... auch hier mal ein kräftiges: Legalize It!) zum Opfer fielen, scheint man sich in Sauna-Land nun voll auf die Popmusik zu konzentrieren. Und das ist gut so, haben die Finnen doch mit The Crash einen neuen, im wahrsten Sinne des Wortes Kracher im Olympischen Soundwettbewerb. Allerdings... nicht immer ist das was die Packung verspricht dann auch drinnen. Sprich: wer beim Namen Crash auch dementsprechende Musik erwartet, sieht sich schwerstens ge- aber nicht enttäuscht. Gingen die spacigen Landsleut Dementsprechend entspannt wirkt dann auch "Wildlife", das insgesamt mit etwas mehr Uptempo-Drive aufwartet als der Vorgänger. Im Vordergrund der in harmonischer Symbiose aus Pathos und Elegie schmelzenden Melodien steht sicher Brunila´s gewöhnungsbedürftiger, eigenwilliger Gesang, dem es aber letztlich doch gelingt den Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. So schmeicheln sich die drei Crash Boys samt Harfe und Streichern von Song zu Song und entwickeln ein stimmiges Gefüge aus elf Songperlen und sich selbst zu wahren Meistern der kurzgefaßten Pop-Hymne. Vorbei alle Schwermut, es lebe der Synthie-Herzschmerz im versponnen Easy Listening-Style, eine Musik, die auch bei Nichtgefallen zum Schmunzeln einlädt und gute Laune verbreitet.
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