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: the beatsteaks :

text: florian bauer

Die Beatsteaks aus Berlin fallen ein bißchen aus dem Rahmen, spielen sie doch nicht Hardcore im klassischen Sinn. "Ich weiß auch nicht warum wir uns die Medien immer in die Hardcore-Schublade stecken. Auf der ersten Platte waren halt ein paar schnelle Stücke noch so, aber für mich war das auch schon immer mehr Punkrock, also wir hatten wenig mit Hardcore zu tun. Obwohl ich hör das gerne, weißt du, das Zeug, aber keine Ahnung. Ich seh mich auch nicht in irgendeiner Schublade, das ist dein Job, wenn du sagst wir sind eine Punkrock-Band für dich, dann sind wir eine Punkrock-Band. Oder wenn einer sagt, das ist Indie, aber das ist irgendwie echt nicht mein Job. Weil ich mach die Musik ja nicht, um irgendwelche Schubladen zu erfüllen, sondern um mich glücklich zu machen. Und das ist eh bei uns schwierig, weil wir mit vielen Stilen spielen, weißt du. Im gröberen sind wir ne rockige Crossover-Band, wenn du’s nur ganz grob siehst und alles was da drin ist." versucht Sänger Arnim den Sound zu beschreiben. Mit "Launched" präsentieren die Beatsteaks jetzt das zweite Album, das sich sehr abwechslungsreich gestaltet und zeigt, daß sie durch ausgiebiges Touren ihren Stil verfeinert haben. "Die erste Platte haben wir in zehn Tagen eingespielt und gemixt und "Launched" haben wir über sechs Wochen hinweg produziert und waren halt auch mastern und hin und her" erzählt Arnim über die Entwicklung, "aber ich bin sehr stolz auf die erste Platte, weil wenn man sie aufmerksam hört, erkennt man die Ansätze, die man jetzt auf "Launched" wesentlich gereifter wiedererkennt. Das find ich gut. Wir haben schon immer mit Stilen gespielt und das erkennt man ganz extrem auf der ersten Platte und das ist auch gut so. Wir haben damals sag ich mal unseren wirklich guten Grundstein gelegt, auf dem wir jetzt aufbauen. Unser Ziel ist, wenn mal einer sagt, das klingt wie Beatsteaks, das wär doch schon mal was schönes!" Sie sind auf dem richtigen Weg.

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