: thank you, curtis mayfield :

3.6.1942 – 25.12.1999

text: michael bela kurz

Curtis Mayfield galt stets als innovative Kraft für die Entwicklung des Soul.
Sein einzigartiges Timbre und seine kompositorischen Fähigkeiten waren seine hervorstechendsten Eigenschaften obwohl er das meiste Geld als Produzent holte. Anders als viele seiner Kollegen klammerte er in seinen Songs die soziale Lage der Schwarzen im kapitalistischen System der USA nicht aus, forderte die Beseitigung von Rassendiskriminierung und prangerte die Korruption in der Politik an.
Schon in der Grammar School gründete er seine erste Band (Alphatones), zog mit seinen Cousins als Gospel Truppe durch die Lande, bildete dann mit Jerry Butler die "Roosters" aus denen dann die legendären "Impressions" wurden. Für 13 Jahre war er dabei, 1970 brachte er dann seine epochales Chicago Soul Epos "Curtis" mit "Move on up" heraus. Nicht immer war sein Schaffen so erfolgreich, nur einmal war er noch auch der Chartmeister. " Freddy’s Dead", "Pusherman" und "Superfly" vom gleichnamigen Soundtrack wurden zu wahren Hymnen der Farbigen. Zu sehr in seiner Welt produzierte er zunehmend zu pompös (Prince!) und verlor zunehmend seine Vormachtstellung. Tragischerweise fiel ihm bei einem Konzert 1990 ein vom Regen gepeitschter Lichtmast ins Kreuz – vom Hals ab Querschnittlähmung. Der Positivist in ihm siegte und er begann eine Musikschule für Ghettokids aufzuziehen und blieb produktiv. Dieser Wille erlaubte es ihm noch, Weihnachten zu erleben bevor er sich schwerer Diabetes geschlagen geben mußte. 1996 war ihm noch ein großes Werk geglückt, nachbesehen ist "New World Order" ein würdiger Abgang, bei dem der Mann der "People get ready" schrieb, mit der unvergleichlich sanften Falsettostimme im Slowtempomantel noch einmal alles zeigte.