: Pepsi Sziget 2000 ::__fuenfter Tag

text: robert strayhammer

Tag 5

Endlich Sonntag!
Am Samstag war das Sziget Festival mit 60 000 Besuchern erstmals knapp an der Ausverkauft-Grenze.
Deshalb tat das leichte Abflauen des Besucheransturms mehr als gut.
Entscheidend dafür war zum einen das Datum (Sonntag) und zum anderen die Bestzung auf der Hauptbühne, denn alle deutschen Ärztefans waren sowieso schon längst da, und Clawfinger haben einfach zu lange nichts von sich hören lassen um als wirklicher Publikumsmagnet durchzugehen.

Bei der Chef-Ärztlichen Pressekonferenz gabs dann nur Fragen auf Deutsch, denn selbst die wenigen ungarischen Journalisten ließen es sich nehmen mit ihren Fremdsprachenkenntnissen zu trumpfen.
Zu Beginn enschuldigte Bela sich auch ganz artig dafür Campino so sehr ans Knie getreten zu haben, dass er alle Sommertermine absagen mußte.
Sorgen über mangelndes Sprachverständnis seitens des Publikums machte man sich nicht; zum einen sei die Stimmung auf dem Festivall generell so gut, dass gar nichts schiefgehen könnte und zum anderen seien ja ausreichend Festivaltouristen aus den Deutschsprachigen Ländern anwesend.
Die Ärzte gaben außerdem bekannt in Bälde ein neues Album (in drei Monaten) und eine neue Single (in zwei Wochen) zu veröffentlichen.
Die Erwartungen an das Konzert wurden dann auch voll erfüllt.
Jede einzelne Zeile wurde mit Enthusiasmus und dem nötigen Alkoholspiegel mitgegrölt, und Partyístimmung herrschte sowohl vor als auch auf der Bühne.

Clawfinger gaben sich auch hochmotiviert, wollte man doch die lange Pause irgendwie vergessen machen. Von einem Comeback wollte man seitens der Band nicht sprechen, habe man doch die ganze Zeit eifrigst gearbeitet. Das Ergebnis wird dann im Herbst in den Plattenläden stehen.
Blöd war nur, dass sich Zak Tells Wunsch nach Regen bei ihrem Konzert erfüllte.
Nach dem Regenschauer, der ungefähr zeitgleich mit dem Konzert sein Ende fand, stand einem so wie jeden Abend die Möglichkeit offen sich an der Civil Rights Organisation Street mit Sachkundlicher Information einzudecken. Da gibt es z.B. Amnesty International, die UNO, die Free Tibet Org., das Rote Kreuz und die Gewerkschaftsjugend.
Nach ausreichender Information gings wieder zum Abtanzen.

Zwei Tage nur mehr, dann ist wieder Schluß.
Schade irgendwie, aber der Körper schreit schön langsam nach einem Ende.

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