: Pepsi Sziget 2000 ::__4ter Tag

text: robert strayhammer

Tag 4

Nach den 50.000 Besuchern am dritten Tag schien ein Steigerung am Samstag kaum möglich, doch HIM als Headlinersorgten dann für eine erneuten Besucheransturm.
Selbst der halbstündige Regenschauer am frühen Nachmittag hielt die Leute nicht vom Kommen ab.
Heuer ging man von der bisherigen Praxis, am Wochenende eher weniger zugkräftige Bands zu buchen, insofern ab, als dass HIM an diesem Tag der einzige internationale Headliner war. Trotzdem war an einigen Plaetzen die Kapazitäten bis zum Maximum ausgereizt.
HIM kamen frisch aus dem Studio, wo sie an der Fertigstellung ihres dritten Albums arbeiten, das Anfang 2001 erscheine soll.
10 vor 10 ging dann das große Gekreische los. Die weiblichen Fans wollten alle ihren Helden Ville Valo sehen, und der wußte genau was von ihm erwartet wurde.
Valo ließ also hemmungslos den Poser 'raushängen. Und eine 10-minütige Version von "Right here in my arms" war genau das, was die Girls sehen/hören wollten. Sonst gabs die Songs aus ihren beiden bisherigen Alben inklusive der beiden anderen Hits "Join Me" und "Wicked Game" sowie einem eher mittelmäßigen Billy Idol Cover "Rebell Yell".
Zuvor gab es am spaeten Nachmittag mit Sub Bass Monster einen ungarischen HipHop - Top Act, der mit groovy Party Tunes für tolle Stimmung sorgte.
Die beste Stimmung an diesem Samstag Abend verursachte aber Heimorgel-Zampano Mambo Kurt in der Wanted Stage.
Das 2000 Zuschauer fassende Zelt war, bei einem Anteil an deutschsprachigem Publikum von ca. 90%, zum Bersten gefüllt.
Mambo Kurt's Coverversionen von Hits der Band die vor 25 Jahren den Mambo erfand (AC/DC) und Deutschlands einzigem Heavy Metal Export (Modern Talking) versetzten das Publikum in unbeschreibliche Extase.
So war es auch nicht verwunderlich als nach dem Konzert "Zugabe" Forderungen und "Wir woll'n den Mambo seh'n" - Sprechchöre die Umbaupausenmusik locker übertönten.
Auf der Pesti Est - Bühne war an diesem Tag scheinbar Österreicher-Abend, denn mit Sick of Silence, End Of April und RedLightFlash waren gleich drei Bands aus der Heimat zu hören.
Irgendwie schien es an diesem Abend keinen Platz zu geben, der nicht total mit Leuten vollgerammelt war, so mußte der DJ im Chillout - Zelt sein Programm vollkommen umstellen, da das ganze Zelt irgendwie noch Lust auf Tanzen hatte; er erfüllte diese Aufgabe souverän.
Getanzt wurde auch im Danceland recht ordentlich, da CJ Bolland für die nötige Beschallung sorgte.
Trotz der Menschenmassen verlief alles in halbwegs geordneten Bahnen.
Fazit: Stimmung am vorläufigen Höhepunkt.

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