: am steinigen weg zurück : albita rodriguez :

text: shorty

Albita beehrte uns und zeigte die härten des Showbiz, ohne sie zu zeigen.

Albita Rodriguez kommt aus dem Herzen Cubas, wo ihr jahrelang selbige zuflogen. Dann kam die Flucht vor der Enge der Politik und ihr Gang über die Brücke der Grenze nach El Paso wurde als Heldentat gefeiert – natürlich nur von der Emigrantengemeinde. Flugs von der Estefan Familie unter Vertrag genommen wurde sie sofort in westliches Produktionsformat transferiert, daß ihr selbst nicht sonderlich gefiel und auch nicht die gewünschten Sales erbrachte. Aber immerhin einen Grammy. Trotzdem wurde sie dann von allen Seiten gedropt und ins Seelentief gestossen. Zwei Jahre später bei einem Gig im N.Y.er Blue Note kam ein neuer Labelkontrakt zustande, der ihr die Welt als Markt zurückgab. Albita, merklich gezeichnet und verbittert von den letzten Jahren, ist jetzt samt neuem Album "Son"auf der Ochsentour durch Europas Clubs und beweist in mühsamer Kleinarbeit ihre zweifelsohne erklecklichen Entertainerqualitäten. Natürlich weiß der Profi genau um seine Aufgabe der (Ersatzferien)- Animation, was aber der Show an Variation kostet. So kommt es zu einem teilweise plumpen Erzwingenwollen mit heischenden Soli und mehr Anfeuerung als Singen. Einzig die Zugabe deutete die Möglichkeiten an und daß man nicht weißhaarig sein muß, um original aus Cuba zu sein. Egal. Die Leute hatten ihren Spaß, der könnte allerdings schon beim nächsten Son Event am 14.11. mit der Caridad Hierezuela Group höhere Sphären erreicht haben.