Claire Denis

01.5. - 19.5., Filmmuseum, Wien

Claire Denis


Festtage für Claire Denis Huldiger im Mai. Das Wiener Filmmuseum präsentiert vom 1. bis 19.5. neben der Projektion des Gesamtwerks der französischen Filmemacherin auch zwölf von Denis speziell für diesen Anlass ausgewählte Filme.

Die Werkschau

Vor knapp elf Jahren gelang Claire Denis mit ihrer ganz eigenen Variante des Serialkiller-Themas ("J'ai pas sommeil") der erste große Achtungserfolg außerhalb Frankreichs. Seither ist die 1948 geborene, in Französisch-Westafrika aufgewachsene, Regisseurin zu einem der Eckpfeiler des europäischen Gegenwartskinos aufgestiegen.

Das sie dabei über die Jahre nichts an Radikalität eingebüßt hat, davon wird man sich im Rahmen der Gesamtwerkschau ebenso überzeugen können, wie von ihren hierzulande zum Großteil noch völlig unbekannten, frühen Kurzfilm- und Dokumentararbeiten.

Gender, Identität und Blut - das Spektrum reicht vom virtuos ins Szene gesetzten Geschwisterdrama ("Benette et Boni") bis hin zu sinnlich-kruden Vampiren ("Trouble Every Day"), kaum wo gehen Reduktion und Intensität so harmonisch Hand in Hand wie in Claire Denis' Cine-Kosmos.

Carte Blanche

Zwölf Filme hat Claire Denis ausgewählt, die sie als indirekter Kommentar zu ihren eigenen Arbeiten verstanden haben will. Gezeigt werden unter anderem Filme von Murnau, Renoir, Fassbinder, Godard, Nagisa Oshima und Hong Sang-soo, persönlich Rede und Antwort stehen wird Claire Denis' vom 5. bis 7., wenn sie anlässlich der Premiere ihres neuen Films "Vers Mathilde" in Wien weilen wird.

Nicolas Ossberger


J'ai pas sommeil

L'intrus

Nenette et Boni

Trouble Every Day

Vendredi soir

S'en fout la mort

Chocolat

Beau Travail