: SWORD OF THE BERSERK : Guts´ Rage

Ascii - Dreamcast

getestet von: dr.gonzo

In einer Welt ohne Hoffnung seid ihr einer der letzten wahren Helden: Gattsu. Als einer von zwei Überlebenden eines Massakers durch God Hand, durchwandert ihr eine im feinsten Manga-Stil gehaltene Welt gemeinsam mit der hübschen, aber vollkommen traumatisierten Casca. Ausgerüstet mit dem mächtigen Dragon Slayer (paßt in keinen Kombi!) huldigt ihr nur noch dem Blut (Zitat Anleitung: The Dragon Slayer is a fearsome 7-foot sword .... because of its length it can catch on walls...(sic!)).

die Seuche der Mandragora.....
Zu Beginn eures Abenteuers, wo sich ein paar vollkommen lebensmüde Verbrecher mit eurem Zwiebelmesser anlegen und natürlich verlieren, verschlägt es euch in eine Stadt, wo ihr zum ersten Mal auf die Mandragorans trefft (von einer Pflanze namens Mandragora befallene Menschen, die sich sehr schnell in Monster verwandeln können). Der Herrscher der Stadt - Baron Balzac - ein Tyrann, bietet euch, nachdem ihr im auf eindrucksvolle Weise eure Fertigkeiten demonstriert habt, eine Art Tauschgeschäft an. Gattsu soll das Herz einer Mandragora-Pflanze besorgen und erhält dafür im Gegenzug ein Heilmittel für Casca. Ab diesem Zeitpunkt wird es richtig blutig. Soviel zur wirklich netten Story, die mit 10-15minütigen Zwischensequenzen erzählt wird, wobei das ganze Game wie ein interaktiver Mangafilm wirkt, in dem ihr die Hauptrolle spielt.

Nun zum eigentlichen Spiel: Ihr steuert Gattsu aus der Thirdperson-Perspektive, und säbelt den häßlichen Monster die Rübe ab (ihr könnt sie auch spalten, hehe). Dabei werdet ihr nach einer gewissen Anzahl von Schlägen und Treffern zu einem Berserker, wobei sich der Bildschirm dann rötlich (hach, die Farbe der Liebe) verfärbt, und gleich doppelt soviel Blut spritzt (in schönsten Fontänen). Ja, auch die ganz schnellen unter euch wissen es jetzt schon, dieses Spiel ist wesentlich blutiger als der Seniorenclub. Spätestens wenn ihr einen Frosch (tatsächlich) gespalten habt, und seine 10 Liter Explosion bewundert habt, werdet ihr nur noch schreien. Außer dem Schwert (wenn man hier nicht schon von einem Surfboard sprechen sollte) habt ihr noch einige Spezialwaffen wie Bomben und Feuerschüsse. Außerdem stehen euch Heiltränke zur Verfügung, die ihr manchmal auch bitter nötig haben werdet, denn wenn euch mehrere Gegner angreifen, wird das Spiel etwas unfair. Noch was, wenn ihr in engen Gassen unterwegs seid, dann habt ihr die Möglichkeit mit einer Nailgun für Ordnung zu sorgen.

Auch die Grafik und der Sound (zum Intro hört eine schöne japanische Weise) sind auf besten DC-Niveau, nur leider ist das ganze schon nach ein paar Stunden vorbei. Die Langzeitmotivation ist also leider nicht wirklich gegeben , weswegen wir auch eine etwas niedrige Wertung beschlossen haben. Trotzdem sollten es sich alle angehenden Pazifisten und Chirurgen mal reinziehen. Danach eßt ihr nur noch Steak. Blutig.

WERTUNG: 81%