: EAST FRONT II :

getestet von: georg roth

East Front II ist Talonsofts neuester Titel aus der Campaign-Series Reihe. Bei dem Titel handelt es sich um ein auf Runden basiertes Strategiespiel, das auf einer Hex-Karte gespielt wird. Eine Runde repräsentiert 6 Minuten, ein Hexfeld entspricht 250m. die kleinste steuerbare Einheit ist ein Zug. Die Spiel beschäftigt sich mit den Ereignissen an der Ostfront, während des 2. Weltkrieges. Die Grundbegriffe lassen sich innerhalb einer Stunde leicht erlernen. Grafik und Sound sind naturgemäß nicht berauschend, jedoch für ein Strategiespiel noch relativ ansprechend. East Front II enthält 150 historische Szenarien, mehrere Kampagnen, Zufallsgenerator, Szenarioeditor und mehrere Multiplayeroptionen (Netzwerk, Internet, e-mail)

Das Hauptproblem bei East Front II ist, daß es eigentlich keine Fortsetzung ist, sondern lediglich eine Art Goldversion bzw. Special Edition. Die vielen Bugs des 1. Teils wurden entfernt, Szenarien hinzugefügt, die einzige wirkliche Neuerung sind die Linked-Campaigns, die aus West Front übernommen worden sind. Außerdem liegt dem Spiel jetzt eine ordentliche Anleitung bei (eigentlich eine Selbstverständlichkeit).

Fazit: East Front II ist sicher eines der gelungensten Strategiespiele, nur fragt man sich warum Talonsoft die sogenannten Neuerungen nicht gleich im ersten Teil eingebaut hat. Vor allem Besitzer von East Front müssen sich besonders verhöhnt vorkommen, wenn sie für das praktisch gleiche Spiel den vollen Preis (ATS 799 beim Softwaredschungel, Importversion) bezahlen sollen. Aber für Frechheiten dieser Art ist Talonsoft ja bereits bekannt, so gibt es für die deutschen Versionen von East Front bzw. Art of War I keine Updates (angeblich wird daran gearbeitet, wer’s glaubt). Den ersten Teil gibt es übrigens beim Saturn zum "Hammerpreis" von ATS 199.

Wertung: 83%