: FINAL FANTASY  IX :

- Squaresoft
- PSX

getestet von: dr.gonzo

Nachdem wir ja schon irgendwann vor Monaten einen Bericht über FFIX geschrieben hatten, sind wir nun endlich im Besitz der amerikanischen Version. Obwohl diese nicht gerade billig ist (je nach Geschäft bekommt ihr wohl für den Preis zwei bis drei PSX-Games) muss gleich vorweg gesagt werden, dass FFIX das mit Abstand beste Spiel seit Monaten auf der Konsole ist und vom ersten Moment weg alles hält, was es versprochen hat.

Was – zumindest uns – sofort äußerst positiv aufgefallen ist, ist diese gewisse Ruhe im Spiel, wo ihr nicht gleich mit irgendwelchen abstrusen Katastrophen konfrontiert werdet, sondern ganz langsam und teilweise sehr witzig in die Story einsteigt, die natürlich mit der Zeit einen typisch bombastischen Einschlag bekommt (aber wer das nicht leiden kann, spielt sowieso nie Final Fantasy). Wenn ihr als freudestrahlende Besitzer zum ersten Mal die CD1 von insgesamt vier in eure PSX legt, dann werdet ihr als erstes mit einem – unserer Meinung nach – sehr stimmungsvollen Intro verwöhnt, das Teile von Rendersequenzen aus dem Spiel zeigt unterlegt mit mittelalterlicher Musik. Danach wird euch schon das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Jetzt heißt es nur noch NEW GAME bestätigen und endlich wieder einen normalen Vorspann genießen, nachdem bei FFVIII etwas zu sehr auf Effekte gesetzt wurde. Den Vorspann selbst werden wir euch nicht erzählen (es passiert auch nicht allzu viel, die Prinzessin ist aber jedenfalls wiedereinmal ein Traum aus mathematischen Zahlen). Kaum steigt ihr ins Spiel ein, so kämpft ihr sofort mit einem Drachen, sagen wir mal mit einem sehr eigenartigen Drachen, der auch kein großes Problem darstellen sollte. Dabei übernehmt ihr vorerst die Rolle von Zidane, einem jungen Abenteurer, der gemeinsam mit seinen Kumpels für Baku (der Chef dieses Haufens) die Prinzessin von Alexandria entführen soll. Für diesen Zweck habt ihr eine Theatervorstellung inszeniert (übrigens zum 16. Geburtstag jener Prinzessin Garnet Til Alexandros).

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wisst ihr, warum wir so von diesem Spiel schwärmen, dass wie zB ein guter Film mehr oder minder sofort eine wirklich gute und spannungsgeladene Atmosphäre aufbaut. Das mag zum Teil auch an einer ganz speziellen Figur liegen, dem anfangs sehr eigenartigen Zauberer Vivi, über dessen mysteriöse Vergangenheit ihr im Spiel mehr erfahren werdet. Dieser Vivi ist wohl der eigentliche Grund sich FFIX zu kaufen. Einen derartig gelungen Charakter mit einer derartigen großen Menge Sympathie hat es schon lange nicht mehr in einem Rollenspiel gegeben (wer von euch jemals Grandia gespielt hat, hat durchaus eine gute Vorstellung vom Spiel – denn so wie bei Grandia ist auch bei FFIX die Stimmung mehr im Vordergrund und wird von den teilweise spektakulären Rendersequenzen abgerundet – soll heißen man hat sich eher der Story gewidmet und wollte nicht wieder ein Effektspektakel veranstalten wie bei FFVIII, das ziemlich mittelmäßig neben FFIX erscheint - wer das übrigens anders sieht, muss uns nicht unbedingt gleich mit seiner unumstrittenen Meinung konfrontieren, schönen Dank im Voraus).

Was lässt sich nun zum Kampfsystem, zur Musik und zur Grafik sagen, werden einige von euch denken. Mal ehrlich, nach dem letzten Absatz, glaubt da wirklich noch jemand das den Produzenten von diesem Game irgendetwas misslungen wäre. Eben, und so verzichten wir dieses eine Mal auf weitere Lobpreisungen und möchten euch stattdessen dringend empfehlen so bald wie möglich dieses Spiel zu erwerben, um ein letztes Mal dieses typische Glitzern in den Augen zu bekommen (so als ob ihr gerade zum ersten Mal mit der PSX spielen würdet), bevor die PSX als eine der erfolgreichsten Kosnsolen aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird (und bei solchen Spielen zu Recht).

Wertung: 10/10