: FRONT MISSION 3 :

Squaresoft - PSX

getestet von: dr.gonzo

Ein neues Spiel von Squaresoft, das kann ja nur ein RGP-Hit sein, oder? Nun, leider ist der europäische Markt bis dato ja sehr sträflich von dem japanischen Nobeledelproduzenten bedient worden, obwohl Squaresoft in Japan aus weit mehr als nur einem Rollenspielhitproduzenten besteht. Aber offensichtlich hat sich eine neue Firmenphilosophie in den Gängen des Unternehmens breitgemacht, die endlich auch den armen Europäern die notwendigen "Hits per month" zugesteht, die einem Spieler das Leben erst erträglich machen.

Nun gut, was versteckt sich also hinter dem dritten Teil der Front Mission Saga, ein Rollenspiel vielleicht? Weit gefehlt, es handelt sich hierbei um ein erstklassiges Strategieepos, das euch ordentlich einheizen wird. In neuesten Teil übernehmt ihr die Rolle von Kazuki Takemura, einem Studenten der Technischen Hochschule (nein, nicht der TU), der so ganz nebenbei mit diversen Mechs (hier Wanzer genannt) hantieren darf. Aus verschiedenen Gründen kommt er zwischen die Fronten der United States of NEW America (USN) und der Japanese Defence Force (JDF), wobei illegale Dinge - wie so oft - eine ganz wesentliche Rolle spielen. Je nach eurer anfänglichen Entscheidung gibt es zwei verschieden Handlungsstränge, die sich zwar ab und zu überschneiden, aber mehr oder minder unabhängig sind. Mehr wird nicht verraten (der Test bezieht sich übrigens auf die englische Version), und es soll euch nicht vorenthalten bleiben, daß die Story nicht unbedingt der Kaufgrund sein sollte.

Zum eigentlichen Spiel gibt es eine Menge positive Dinge zu berichten, die euch wahrscheinlich die nächsten Nächte bis zum offiziellen Erscheinungstermin wachhalten werden. Zunächst ist natürlich schon allein der Gedanke an Mechschlachten ein Kaufgrund, der jeden echten Fan in eine wütende Kampfmaschine verwandeln sollte. Doch Squaresoft hat nicht geschlafen und ein überaus gelungenes Kampfsystem entwickelt: jeder Wanzer hat verschiedene Trefferzonen (Arme, Beine, Körper), die jeweils eigene HP-Punkte haben. Jeder dieser Bereiche kann natürlich separat getunt werden, was den Aufmotzfetischisten unter euch sicherlich munden dürfte. Überhaupt ist das rundenbasierte Kampfsystem eine wahre Pracht, einerseits wegen den ausgezeichnet gelungenen Kampfanimationen, andererseits wegen der ausgesprochen benutzerfreundlichen Handhabung. Wer einmal seinem Gegner den Arm wegballert und danach nur noch die rauchenden Überreste (Drähte, etc.) sieht, der kommt erst richtig auf den Geschmack, wird seine MG nachladen und dann (natürlich wird der Wanzer zur zusätzlichen Stabilität sein Gewicht nach vorn verlagern) die finale Salve abfeuern, die aus eurem Gegner nur noch einen Haufen Metall machen (hehehihi). Natürlich gibt es eine Menge anderer Waffen, vom Flammenwerfer zum Raketenlauncher, die dem Spiel den notwendigen metallischen Beigeschmack geben.

Fazit: Darf in keiner Mechsammlung fehlen. Jedenfalls einen genaueren Blick darauf werfen, oder zumindest mal aus der Videothek ausleihen.

WERTUNG: 87%