: METROPOLIS STREET RACER :

- Bizzare Creations
- Dreamcast

getestet von: dr.gonzo

Und schon wieder ein neues Autospiel. Angesichts steigender Ölpreise und sinkender Fahrradpreise, Spoilerwahn und Reifenkult durchaus nicht verwunderlich. Obwohl kritische Straßenbahnfahrer durchaus die Frage aufwerfen könnten, wozu man denn noch ein Racing Game brauchen täte. Diese Banausen! Das Herz eines jeden wahren Autofans schlägt nur im Takt der Kolben und demnach muss er entweder selber in seiner Flunder sitzen oder eben zu Hause zumindest annähernd dasselbe Gefühl spüren, sonst droht vielleicht das Gespräch mit der Freundin. Natürlich gibt es auch weibliche Raser, so wie es Männer gibt, die im Hausalt mithelfen. Angeblich. Habt noch Geduld mit den Männern, ihr Frauen der Welt, in spätestens 50 Jahren wird das Autofahren so sauteuer sein, dass es sich nur mehr die wenigsten leisten werden können. Dann wird es wahrscheinlich schon Konsolen in Autochassis-Form geben, die man sich ins Wohnzimmer stellt, um dann durch wirklich fotorealistische Welten zu rasen.

Bis dahin kann man sich aber durchaus die Zeit mit MSR vertreiben, dass doch schon seit längerem auf sich warten ließ und jetzt endlich vor Weihnachten (so ein Zufall) erschienen ist. Eigentlich war dieses Teil ja schon bei der Präsentation der Dreamcast im Gespräch, ist aber dann für längere Zeit von der Bildfläche verschwunden. Warum ist uns wahrheitsgemäß eh wurscht.

Erster Eindruck: sehr gute Grafik, sehr guter Sound. Nette Karren (war auch nicht zu erwarten, dass ihr mit Lada und Wartburg durch die Gegend gondelt). Unter anderem findet ihr Mercedes SLK, Alfa Spider, Audi TT, Toyota, einen Rasenmäher, Honda, etc.
Die Strecken sind allerdings außergewöhnlich realistisch ausgefallen. Es wurden nämlich sämtliche Locations zunächst mit Kameras abgelichtet und dann auf die GD gepresst. Dabei handelt es sich um die folgenden drei Großstädte: San Francisco, London und Mistelbach.

Das Spiel selbst kann eher nicht mit GT2 verglichen werden, denn ihr könnt eure Wagen nicht aufmotzen und es gibt auch kein Preisgeld. Stattdessen gibt es ein Punktesystem, mit dessen Hilfe ihr die verschiedenen Autos und Strecken freischalten könnt.

Die Fahrzeuge unterscheiden sich recht deutlich in ihrem Fahrverhalten und auch die Beschaffenheit des Untergrunds kann schon ab und zu mal zu Problemen führen. Leider gibt es auch hier kein Schadensmodell, was aber dem Spielspaß keinen Abbruch tun sollte.

Insgesamt ist die Wertung bei diesem Spiel durchaus zwiespältig und hängt vor allem auch vom persönlichen Geschmack ab. Spielen sollte man es aber auf jeden Fall einmal. Vor einem Kauf am besten testen.

WERTUNG: 80-85% (je nach Geschmack)