: R- TYPE DELTA :

IREM - PSX

getestet von: alexander ghafouri

Wir schreiben das 21.Jahrhundert, die Welt ist verwüstet, Städte sind zerstört und Volksmusik wurde von der Erde verbannt. Als einsamer Held eines intergalaktischen Kampfschiffes müßt ihr die Welt retten. Es sieht nicht gut für die Menschheit aus, riesige Kampfroboter haben die Kontrolle übernommen und zerstören alles Leben auf dem Planeten. Soweit zur unglaublich dichten Handlung von R-TYPE, dem neuen alten Geniestreich von IREM Software. An alle, die vielleicht nicht unbedingt was mit diesem Namen anfangen können: IREM mit ihrer Serie R-TYPE stehen für eine Kette außergewöhnlich genialer und leider absolut sauschwerer Baller-Spiele, die bereits seit locker mehr als fünfzehn Jahren die Arcade-Hallen und Wohnzimmer der Fangemeinde verunsichern (hm, jetzt sind wir selbst überfragt, wo gab's eigentlich bzw. wann gab's eigentlich das erste R-Type, war das in der Spielhalle...??? - wer die Antwort weiß, soll uns doch bitte aufklären, danke im vorhinein). Sowohl auf dem Amiga als auch am Game Boy (jetzt übrigens auch als absolut geniale GBColor Version), sowohl auf dem SNES (in einer etwas schlechten Fassung) als auch auf der Playstation, fast überall schon gibt es und gab es Ableger dieser brillanten Horizontal-Shooter Reihe und nun gibt es endlich wieder einen neuen Teil.

Nun stellt sich denen von euch, die es noch nicht gespielt haben, sicher die Frage, wie und was denn hier gespielt wird. In erster Linie sollte jeder angehende Schütze einfach mal die R2-Taste voll durchdrücken (=Dauerfeuer) und hoffen, daß euch der Arsch nicht abbrennt während ihr euch noch fragt, wo eigentlich euer Raumschiff zwischen all den Feinden am Bildschirm zu finden ist. Das soll nicht heißen, daß das Spiel jetzt irgendwie unfair ist, ganz im Gegenteil, mit einer (ganzen) Menge Übung und viel Zeit könnt iht das Game locker in einer Woche durchspielen, obwohl es nur SIEBEN Level hat (bei einem einzigen Feindkontakt heißt es leider BUMM - dafür habt ihr aber 5 Continues, die anfangs jedoch kaum reichen). Was sagen die Zuckerschnecken unter euch, das ist urschwer! Ja, schwer ist es wirklich, aber dafür auch extrem gut, alle die hier vielleicht nur leichte Kost für Zwischendurch suchen sind sicher schlecht beraten mit R-TYPE DELTA, denn das Teil verlangt euch echt das letzte ab. Wenn ihr es dann aber doch einmal zum Beispiel im Level 3 schafft, überströmt euch ein wahres Glücksgefühl, wie es manches moderne Spiel doch leider des öfteren vermissen läßt. Zu eurer Hilfe gibt es aber, wie schon in allen Serien die diversen Laserkristalle, Raketen-Zusätze und sonstigen Schnickschnack, damit euer Raumschiff strahlt wie der Christbaum und die Gegner nur noch Geschichte sind. Sollte das nicht reichen, weil zum Beispiel der extra-fiese Endgegner einfach nicht explodieren will, dann habt ihr - sofern sie aufgeladen wurde - eine Delta-Waffe, die nichts anderes als eine Mordsexplosion ist. Aufgeladen wird diese Waffe dadurch, daß ihr mit dem Modul (das ist das erste Waffen-Extra) einfach Feinde zerstört (ohne sie abzuschießen) oder gegnerische Schüsse damit abfängt. Klingt einfach? Von wegen! Es stehen euch weiters insgesamt 4 verschiedene Fluggeräte samt unterschiedlichen Extra-Waffen zur Verfügung, sodaß jeder seine eigene Traummaschine wählen kann.

Was die Grafik betrifft, so sieht es anfangs zwar ganz nett aus, aber erst bei mehrmaligen Spielesessions wird die Grafik irgendwie echt genial, alles - soweit möglich - ist übrigens in 3D gehalten, trotzdem fliegt ihr aber ganz normal von links nach rechts, was dem Spaß aber überhaupt keinen Abbruch tut. Die Explosionen sehen wirklich gut aus, auch die Gegner sind äußerst abwechslungsreich, fad wird es eigentlich nie. Die Hintergründe sind sehr schön anzusehen, auch wenn man kaum Zeit hat, sie zu betrachten. Was den Sound angeht, so ist der zwar nicht superduper, aber sicher ausreichend bis hin zu ganz gut.

Also, an alle, die es noch nicht geschnallt haben: R-TYPE DELTA ist für alle Fans Lebenszweck, auch für alle neueren Spiele-Generationen sicher einen Blick wert, Kaufen ist hier sicher Geschmackssache, wer auf H-Ballereien steht, wird sich nicht ärgern, wer eher einfache Spiele bevorzugt, sollte aber einen weiten Bogen um das Spiel machen, denn eher findet ihr Atlantis als das ihr das Game nach 2-3 Tagen durch habt. Frustig ist es aber so gut wie nie, auch wenn ihr manche Stellen schon zigmal durchspielen müßt, um dann - wenn's endlich einmal klappt - ein oder zwei Bildschirme später wieder kläglich zu versagen.

WERTUNG: 85%