: SILENT HILL :

KONAMI - PSX

getestet von: alexander ghafouri

Langsam fährt ihr eine einsame Landstraße entlang. Die Nacht ist dunkel wie Buttercreme auf euren Ohren. Ihr wollt mit eurer Tochter einen ruhigen Urlaub in Silent Hill absolvieren, einem netten Ferienort irgendwo in Amerika. Doch gerade als man sich auf Erholung einstellt passiert es: eine Frau steht plötzlich mitten auf der Straße und nur in letzter Sekunde gelingt ein Ausweichmanöver. Als ihr wieder aus dem Blackout erwacht, ist Cheryl - eure Tochter - weg. Sofort macht ihr euch auf den Weg, aber da beginnt es erst seltsam zu werden...

Soweit zum Vorspann von Silent Hill, das völlig unerwartet doch noch vor dem Herbst europaweit veröffentlicht wurde, um uns armen geschunden Spielerseelen die lange Wartezeit auf den Dreamcast-Release zu verkürzen (hehe). Aber wie gut ist es jetzt, das neueste Horror-Schocker Game, diesmal von Konami. Gleich vorweg, so wie Resident Evil ist es bei weitem nicht. Erstens sind die Gegner eher billig und kaum mit den geliebten RE-Zombies zu vergleichen, zweitens hat man nach dem erstenmal durchspielen das Wesentliche bereits gesehen, obwohl es mehrere Abspänne gibt. Dafür ist die Story umso spannender und sicher das wesentliche Element des Spiels. Aber immer der Reihe nach: Zu Spielbeginn habt ihr erstmal die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad zu wählen (easy, normal, hard), danach geht's ab ins Geschehen. Mehr wird hier gar nicht erst zum Story-Verlauf verraten, schließlich ist die Geschichte beim ersten Durchspielen schon ziemlich spannend. Dafür müßt ihr leider manchmal völlig orientierungslos durch die Gegend hatschen, Monstern ausweichen (bringt ihr nämlich alle um, habt ihr nachher keine Munition mehr) oder (zum Glück erst gegen Ende) absolut schwere Puzzles lösen. Wie auch schon erwähnt ist die Grafik nicht erste Sahne, andererseits ist das aber nicht so schlimm, da vor allem die Atmosphäre so ziemlich für alle häßlichen und vor allem LEICHTEN Gegner samt Endbossen entschädigt (wir sind innerhalb von 4 Stunden Spielzeit nicht krepiert - trotz zwei Obermotzen). Außerdem gibt es die echt mördergeilen Schlagwaffen (z.B. Brechstange, Spitzhacke, Axt), womit gerade der Nahkampfbereich in Silent Hill optimal gelungen ist.

Die Frage lautet natürlich: Kaufen - JA/Nein ?! Gegenfrage: Mögt ihr die Bücher von Stefan König (wer das ist, nie gehört, was ??), könnt ihr ohne Scream nicht ruhig einschlafen und steht bei euch im Schlafzimmer ein Bild von Thomas Gottschalk ? Vielleicht solltet ihr zum Psychotherapeuten. Alle anderen sollten jedenfalls mal reinschauen und sich dieses Spiel zumindest ausleihen, es macht trotz der etwas durchschnittlichen Optik einen
H Ö L L E N - Spaß. Gerade die Musik wird euch fertigmachen und solange ihr das Mysterium nicht gelöst habt, werdet ihr sicher unruhig schlafen. Aber Vorsicht: Silent Hill ist überhaupt nicht mit Resident Evil zu vergleichen, es gibt weder Splattereffekte noch Überdrüberwaffen.
Nun denn, ich bin Nils Holgerson und WER SEID IHR .......

WERTUNG: 85%