: VAGRANT STORY :

squaresoft - psx

getestet von: dr.gonzo

Lea Monde, Stadt voller Geheimnisse, deine Türme sind höher als die Schwingen eines Adlers, deine Mauern fester als die jeder anderer Festung in ganz Valendia. Erbaut vom Magier Mullenkamp hat vor zwanzig Jahren ein Erdbeben deine Anmut zerstört und doch ist selbst heute noch ein Rest der alten Größe vorhanden; sieh nur die heilige Kathedrale, selbst jetzt verspürt man noch die stolze Erhabenheit alter Tage. Doch halt! Spricht nicht manchesmal, in den dunklen Stunden ein süße Stimme, die verheißungsvoll dem nichtsahnenden Wanderer Sehnsüchte weckt, nur um den armen Tor in die Arme der Stadt zu locken, in die dunklen Risse, die sich aufgetan haben, in den Abgrund....

die Wahrheit liegt hinter den Mauern der dunklen Stadt...
Ihr spielt in diesem wirklich außergewöhnlichen Adventure von Squaresoft einen Ritter der Valendia Knights of Peace (VKP). Euer Name: Ashly Riot. Auf der Suche nach Sydney Losstarot verschlägt es euch in diese ehemalige Metropole. Dieser Sydney gehört einer okkulten Gruppe an, die das Anwesen von Duke Bardorba von Valendia in seiner Abwesenheit besetzt haben. Doch was euch in dieser Stadt erwartet, daß habt ihr sicher nicht erwartet und ihr werdet immer mehr in eine komplizierte Story verwickelt zwischen dem Mullenkamp Kult, den VKP und dem Council. Und dann bleibt da noch die Frage: Was ist wirklich das Vermächtnis von Lea Monde.....

Soweit es die Story betrifft, so hebt sich diese wohltuend vom Rest der Einheitsware ab und kann es durchaus mit einem MetalGearSolid aufnehmen, vor allem beim Intro macht sich das bemerkbar. Natürlich hat man bei aller Aufmerksamkeit auf eine außergewöhnliche Story nicht ein anderes wesentliches Element eines guten RGP-Games vernachlässigt - das Kampfsystem. Diese ist - wie bei Square üblich - wieder einmal durchdacht und absolut einleuchtend organisiert. So ist es zum Beispiel möglich verschiedene Körperteile der Feinde anzugreifen, wobei das auch vice versa gilt. Sehr interessant ist vor allem das Risk Point System, wobei Risk Zero heißt, daß Ashly vollkommen ruhig ist und dementsprechend auch ausgezeichnet zuschlägt, sollte sich diese Anzeige aber verschlechtern, werden eure Attacken zunehmend ungenauer. Auch die Wahl der Waffen will wohlüberlegt sein, denn so kann es schon mal vorkommen, daß ihr euch bei einem Boß die Zähne ausbeißt, mit einer anderen Waffe aber nicht einmal ins Schwitzen kommt. Ihr könnt auch eure Waffen durch beständigen Einsatz gegen eine gewisse Monsterklasse aufleveln, findet ihr dann eine besser Waffe, müßt ihr aber nicht gleich die alte wegschmeißen, sondern ihr könnt bei miteinander verbinden und so die Eigenschaften der alten Waffe übernehmen. Allein um die beste Waffe zu finden, können wahre Fans (Verrückte) tagelang Waffen kombinieren. Auch die durchschnittliche Zeit zum Durchspielen ist durchaus akzeptabel:+/- 30 Stunden. Test bezieht sich wie so oft auf die englische Version.

Sowohl Sound als auch die Grafik sind - selbstverständlich - erste Sahne. Für alle Fans und solche, die es noch werden wollen. Kaufen!

WERTUNG: 94%