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mona lisa's lächeln (OV: mona
lisa smile )
Start: 23.01.04
Länge: 117 min
Von: Mike Newell (Regie), Lawrence Konner, Mark Rosenthal (Buch)
Mit: Julia Roberts, Kirsten Dunst, Julia Stiles, Maggie Gyllenhaal, u.a.
Unter
dem Deckmantel der Aufarbeitung des prä-feministischen Frauenbilds
der 50er Jahre, inszenierte Mike Newell mit "Mona Lisa Smile"
ein überlanges Rührstück, welches in Sachen prätentiöser
Weichspülung dem augenscheinlichen Vorbild "Dead Poets Society"
um nichts nachsteht.
New
England 1953. Katherine Watson (Julia Roberts) tritt ihren Dienst als
Kunstprofessorin am hochangesehenen Wellesley College für Frauen
an. Ihre Studentinnen sind eifrig, zu eifrig sogar, können sie doch
bereits zu Beginn der ersten Stunde den gesamten Semesterstoff auswendig.
There goes the Studienplan. Doch wissen heißt bekanntlich noch lange
nicht verstehen, weshalb Watson ihre Schülerinnen mit im Lehrstoff
nicht vorgesehenen Werken von Pollock und Picasso konfrontiert. Es dauert
nicht lange, bis sich die Methoden der Neuen bis zur Dekanin herumgesprochen
haben, welche wiederum nicht gerade davon begeistert ist, dass nicht nach
Vorschrift unterrichtet wird. Doch auch innerhalb der Schülerschaft
ist Watson nicht unumstritten, denn für den Großteil der jungen
Frauen ist klar, dass sie nach Beendigung des Studiums heiraten und eine
Familie gründen werden. Schon bald tun sich die ersten Gräben
auf zwischen jenen die in der selbstbewussten Watson ein Gefahr für
Institution und Moral sehen und ihren Anhängern.
Wenig
überraschend entpuppt sich der Film am Ende als genau das, was er
in den ersten 40 Minuten krampfhaft versucht nicht zu sein, ein A-typisches
Feelgood-Movie. Und so reduziert sich "Mona Lisa Smile" selbst
vom Statement zur hohlen Phrase, was dem als Aufhänger herhalten
müssenden Thema wahrlich nicht gerecht wird.
Nicolas Ossberger
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