blade: trinity (OV: dto.)

Start: 21.01.05
Lšnge:105 min
Von: David S. Goyer (Buch & Regie)
Mit: Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Ryan Reynolds, Jessica Biel, Parker Posey, Dominic Purcell, Cascy Beddow, Paul Anthony, John Ashker, u.a.

Es ist selten ein gutes Zeichen, wenn eine ganze Reihe an Regisseuren die Mitwirkung an einem neuen Film dankend ablehnt. So geschehen im Fall von "Blade: Trinity" wo nach den Absagen der Wunschkandidaten Oliver Hirschbiegel und Guillermo del Toro nun schlussendlich JSA-Writer David S. Goyer das Zepter schwingen durfte.

Prinzipiell keine unlogische Wahl, zeichnete sich Goyer doch schon für die Scripts der ersten zwei "Blade"-Werke verantwortlich, wäre da nicht der kleine Schönheitsfehler, dass sich die beiden Vorgänger in Sachen innovativer Inhalte nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Insofern darf man "Blade: Trinity" durchaus Konsequenz attestieren, denn auch hier muss man die Höhepunkte mit der Lupe suchen. Nach Deacon Frost und Reaper muss nun Dracula himself als Gegenspieler für den Daywalker Blade (Wesley Snipes) herhalten, auch wenn man ihm, vermutlich aus Gründen der Hipness, den Namen Drake (der hier leider völlig fehl am Platz seiende Dominic Purcell) verpasst hat. Als Bonus-Feature gibt es diesmal Unterstützung durch Abigail Whistler (Jessica Biel) und ihre Gruppe junger Hobby-Slayer. Die Hauptfunktion der selbsternannten Nightstalkers besteht jedoch eher darin, auf die komplette Itunes-Produktpalette aufmerksam zu machen, denn die Menschheit zu retten.

"Blade: Trinity" mag, vor allem Dank eines kurzweiligen "Blade wird zum Medien-Darling"-Intermezzos, unterhaltsamer als sein Vorgänger sein, über den Status uninspirierter Hauruck-Action kommt der Film dennoch nicht hinaus. Was im Falle der Blade-Reihe soviel bedeutet wie: alle beim Alten.

Nicolas Ossberger