| anatomie 2 (OV: dto.)
Start: 07.02.03
Länge: 101 min
Von: Stefan Ruzowitzky (Regie)
Mit: Barnaby Metschurat, Heike Makatsch, Herbert Knaup, Wotan Wilke Möhring,
Frank Giering, Rosel Zech, August Diehl, Franka Potente, u.a.
Zumindest
Traditionsbewusstsein kann und muss man Regisseur Stefan Ruzowitzky attestieren.
Denn immerhin weiß er was sich im Horrorgenre gehört: Fortsetzungen
überraschend erfolgreicher Produktionen haben tunlichst innen allen
Belangen zumindest drei Klassen schlechter zu sein, als das Mutterschiff.
Mission Accomplished!
Jo
(Barnaby Metschurat) hat einen Traum. Er will ein verdammt guter Arzt
werden. Dafür ist er auch bereit seine hoffnungsvolle Karriere als
Jung-Kicker des MSV Duisburg sausen zu lassen und zwecks Praktikum den
Ruhrpott Richtung Berlin zu verlassen. Dort lernt er im Rekordtempo die
harte Realität des Krankenhausalltags kennen. Ausbeutung, Grubenkämpfe,
akuter Schlafmangel. Doch schon bald weckt der talentierte Jung-Mediziner
das Interesse von Oberarzt-Guru Charles Müller-LaRousse (Herbert
Knaup), Leiter der Forschungsabteilung. Innerhalb kürzester Zeit
wird Jo in dessen junge Elitetruppe aufgenommen, vermeintlich ein Schritt
Richtung ganz großer Karriere. Das der Chef seine Lakaien dazu ermutigt
Experimente am eigenen Leib durchzuführen, macht ihn ebenso wenig
stutzig, wie die Tatsache, dass er - inklusive Blutschwur - einer eigentlich
verbotenen Loge beitreten muss. Da müssen erst Leute sterben, bis
unserem Jo ein kleines Lichtlein aufgeht.........
Beginnt
der Film noch mit einem netten, wenn auch etwas unmotiviert wirkenden,
Splatter-Auftritt von August Diehl, verfällt er spätestens mit
Einsetzen der eigentlichen Handlung in ein stupides Zitieren altbackener
Horror-Klischees, vorgetragen von einem Haufen untalentierter "Nachwuchsstars".
Was beim Original zumindest teilweise funktionierte, nämlich aus
relativ wenig, zumindest einen Hauch von Spannung zu zaubern, ist im Falle
von "Anatomie 2" zu eine Aneinanderreihung von Absurditäten
verkommen.
Nicolas Ossberger
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