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mission 3D (OV: spy kids 3-D: game
over)
Start: 05.02.04
Länge: 87 min
Von: Robert Rodriguez (Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Musik,...)
Mit: Antonio Banderas, Carla Gugino, Ricardo Montalban, Alexa Vega, Daryl
Sabara, Mike Judge, Sylvester Stallone, George Clooney, Steve Buscemi,
u.a.
Das
Trilogien derzeit der letzte Schrei in Hollywood sind, dürfte wohl
auch dem größten Kinomuffel kaum entgangen sein. Allgemein
bekannt ist auch, dass dabei nur die Wenigsten über die volle Distanz
von drei Filmen überzeugen können. Zeit also für Robert
Rodriguez mit dem letzten Teil seiner Spy Kids - Serie die Latte noch
ein wenig höher zu legen.
Kein
besonders geartetes Interesse an der Prolongierung des Erfolges dürfte
man allerdings im Lager des Verleihs haben, wurde doch jeglicher Hinweis,
dass es sich hier um den finalen Teil der "Spy Kids"-Trilogie
handelt unter den Tisch gekehrt. Hierzulande wird der Film die Kinos unter
dem Titel "Mission 3D" entern.
Nachdem
Rodriguez mit "Spy Kids 2: Island of Lost Dreams" ja bereits
sämtliche Grenzen des zweidimensionalen Wahnsinns ausgereizt hatte,
blieb für die finale Aufgabe der Mini-Agenten sinnigerweise nur noch
eine Steigerungsform übrig: ein Abenteuer in 3D. Was in früheren
Tagen nur mal mehr, mal weniger funktionierende Effekthascherei war, verwandelt
sich in "Mission 3D", auch Dank der gegebenen technologischen
Weiterentwicklung natürlich, in ein grellbuntes Spektakel. Gut 2/3
des Films heißt es jedenfalls "Brille auf!", wenn Juni
(Daryl Sabara) in der virtuellen Welt des Spiels "Game Over"
nach seine Schwester Carmen (Alexa Vega) sucht, welche vom Toymaker (Sylvester
Stallone) gefangen gehalten wird. Womit die sehr spartanisch gehaltene
Handlung auch schon erzählt wäre, denn Rodriguez macht in keiner
Minute einen Hehl daraus, dass er nicht daran interessiert war ein Autorenwerk
zu fabrizieren. Stattdessen bekommt so ziemlich jeder Figur der ersten
beiden Teile ihren wohlverdienten Kurzauftritt, vom allseitsbeliebten
Spork bis hin zu Cheech "I'm not your uncle" Marin.
"Mission
3D" liefert den gelungenen Abschluss einer vor allem in den USA enorm
erfolgreichen Trilogie. Zwar musste der Irrwitz des Vorgänger zu
Gunsten des optischen Overkills ein wenig weichen, nichtsdestotrotz besitzt
der Film noch genug schwarzenhumoriges Augenzwinkern um sowohl für
die U13-Fraktion zu funkionieren, als auch den Club der Freunde des popkulturellen
Zitatkinos zu erfreuen. Und das kann man nicht von vielen Filmen behaupten.
Nicolas Ossberger
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