| extreme ops (OV: dto.)
Start: 14.03.03
Länge: 93 min
Von: Christian Duguay (Regie)
Mit: Devon Sawa, Bridgette Wilson, Rupert Graves, Klaus Löwitsch,
u.a.
Ja
und auch die Abteilung "So schlecht, dass es fast schon wieder lustig
ist" schläft nicht. Die Deutsch-Britisch-Luxemburgische Koproduktion
"Extreme Ops" ist jedenfalls bereits jetzt schon ein ganz heißer
Kandidat für die goldene Ananas 2003.
"Fear
is a Trigger" lautet die vielversprechende Tagline von Christian
Duguays 1,5-stündigen Snowboard-Clip "Extreme Ops" und
bis heute rätselt der werte Schreiber dieser Zeilen, was zum Teufel
das mit dem Film zu tun haben soll (man fühlt sich ja fast schon
sentimental an "Blair Witch 2" zurückerinnert, wo man bis
dato auch noch keine Erklärung gefunden hat, was es denn mit dem
"Book of Shadows" auf sich hat......). Im Zuge der sensationell
an den Haaren herbeigezogenen Story verschlägt es eine Gruppe von
Wintersportlern nach Tirol (welches laut den Damen und Herrn Drehbuchautoren
gleich an Slowenien grenzt....) um dort unter der Anleitung von Regisseur
Ian (Rufus Sewell) und Kameramann Mark (Heino Ferch) einen Werbespot zu
drehen. In einem noch nicht fertiggestellten Hotel wird Stellung bezogen,
doch schon bald stellt sich heraus, dass man nicht alleine ist. Der serbische
Kriegsverbrecher Pavle (Klaus Löwitsch) und seine Gefolgschaft haben
sich nämlich ebenfalls in den Bergen einquartiert um ihrerseits einen
Anschlag auf ein UNO-Gebäude auszuhecken. Lange Rede, kurzer Sinn:
Wer als Erster lebend im Tal ankommt, hat gewonnen.
Es
wird Klaus Löwitsch wahrlich nicht gerecht, dass seine letzte Kinoproduktion
solch ein Ramsch werden sollte. 178 Stuntmenschen hat Duguay am Set verbraucht
und in diesem Trubel offenbar vergessen ein Drehbuch zu ordern. Ein solches
hatte Willi Bogners "Fire & Ice" zwar auch nicht, dort turnten
allerdings auch keine serbischen Killerkommandos in den "Tiroler
Karawanken" (ohne Worte) herum. Völlig jenseits.
Nicolas Ossberger
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