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nacktschnecken (OV: dto.)
Start: 05.03.04
Länge:90 min
Von: Michael Glawogger (Buch & Regie); Michael Ostrowski (Buch)
Mit: Raimund Wallisch, Michael Ostrowski, Pia Hierzegger, Iva Lukic, Sophia
Laggner, Georg Friedrich, Detlev Buck, Brigitte Krenn, Mike Supancic,
u.a.
Will
man einen Film sehen, der als "Post-Hippie-Sexklamotte" angekündigt
wird? Nicht, dass diese Bezeichnung völlig unpassend wäre wohlgemerkt,
balanciert Michael Glawoggers neuer Film doch durchgehend am Abgrund zur
unerträglichen Halblustigkeit.
Im
Mittelpunkt des müden Treibens (Pun Intended) stehen die drei Freunde
Johann (Raimund Walisch), Max (Michael Ostrowski) und Mao (Pia Hierzegger).
Gelangweilt von ihren öden Tagesjobs (Drogendealen, absurde Werbestrategien
erfinden, anonym Briefe indiskreten Inhalts versenden), lässt man
sich dazu überreden einen Pornofilm zu drehen. Wie schwer kann das
schon sein, denkt man sich und fährt mit den zwei auserkorenen weiblichen
Darstellerinnen Mara (Iva Lukic) und Martha (Sophia Laggner) im Gepäck
in Richtung Drehort. Wo sich das Ficken auf Befehl plötzlich als
scheinbar unüberwindbare Hürde herausstellt, was für den
Zuseher den Nachteil hat, dass es jetzt auf Teufel komm raus lustig wird.
Für Menschen die schon immer wissen wollten wie ein Crossover aus
"Porky's" und "Idioten" aussehen würde vermutlich
die Erfüllung aller Träume, der Rest muss sich leider von Dildo-Witzen
und existenzialistischer Erkenntnistheorie durch Gruppensex anöden
lassen.
Das
Gegenteil von gut ist gut gemeint bekanntlich, was uns hier wieder einmal
schmerzhaft vorexerziert wird. So kann "Nacktschnecken" leider
nur sehr oberflächlich punkten, was insofern schade ist, hätte
das Thema doch weitaus mehr hergegeben.
Nicolas Ossberger
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