der fluch von darkness falls (OV: darkness falls)

Start: 04.04.03
Lšnge: 85 min
Von: Jonathan Liebesman (Regie)
Mit: Chaney Kley, Emma Caulfield, Lee Cormie, Grant Piro, Sullivan Stapleton, Steve Mouzakis, Peter Curtin, Kestie Morassi, u.a.

Emma Caulfield mag man eben. Umso erfreulicher ist es da dann natürlich zu sehen, dass man wie's scheint nur auch endlich beim Film auf die Talente der Kalifornierin aufmerksam geworden ist. Und auch wenn "Darkness Falls" bis dato vielleicht nicht unbedient die allergrößte schauspielerische Herausforderung ihrer Karriere darstellte, so ist die Produktin doch zumindest als gelungener Einstand zu werten.

Grob umrissen arbeitet der Film die Legende der Tooth Fairy auf - ein Thema, welches sich ja gerade zu aufdrängt schwarzmalerisch in Szene gesetzt zu werden. Das Unheil nimmt vor 150 Jahren seinen Lauf, als in einem kleinen Dorf namens Darkness Falls eine alte Frau namens Matilda Dixon zu Unrecht des Mordes an zwei jungen Kindern beschuldigt und infolge dessen vom wütenden Mob in Selbstjustiz abgefakelt wurde. Selbstredend liegt seither ein Fluch über der Stadt, welcher besagt, dass sich der Geist der Zahnfee auf jeden stürtzt, der einmal im Dunkeln ihr vom Feuer entstelltes Gesicht erblickt hat. Kyle Walsh (Chaney Kley) kam als junger Knabe in den Genuss dieser zweifelhaften Ehre, welche ihn nicht nur seine Mutter kostete, sondern auch prompt psychatrische Behandlung einbrachte. Und wäre da nicht dieser Anruf seiner großen Kindheitsliebe Caitlin Greene (Emma Caulfield), er hätte wohl für den Rest seines Lebens einen großen Bogen um das kleine verträumte Städtchen gemacht. Doch nun steht Kyle am Krankenbett von Caitlins kleinen Bruder Michael (Lee Cormie) und muss erkennen, dass auch jener der Zahnfee ins Gesicht geblickt hat. Natürlich glaubt man anfänglich weder dem Psycho, von dem alle annehmen er hätte seine Mutter umgebracht, noch dem von der Angst vor der Dunkelheit gepeinigten Kind - da müssen erst ein paar Stadtbewohner spektakulär in den Tod gerissen werden. Was natürlich auch prompt passiert.......

Auf neumodischen Schnickschnack verzichtet "Darkness Falls" gänzlich. Dafür werden sämtliche Horrorklischees nach Schema F heruntergebetet als gebe es kein Morgen. Ein Umstand der angesichts der durchaus rasanten und kurzweiligen Inszenierung das Vergnügen allerdings nur geringfügig schmälert. Bluttriefende Schockeffekte sucht man vergebens, dafür zog Regisseur Jonathan Liebesman sämtliche technische Register um sein Werk weitestgehend stockfinster zu halten. Ein unärgerliches Standardprodukt, in konsumentenfreundlicher 85-Minuten-Packung.

Nicolas Ossberger