| voll verheiratet (OV: just married)
Start: 04.04.03
Länge: 95 min
Von: Shawn Levy (Regie)
Mit: Ashton Kutcher, Brittany Murphy, Christian Kane, David Moscow, Monét
Mazur, David Rasche, Thad Luckinbill, David Agranov, Taran Killam, u.a.
Romantische
Komödien sind in der Regel schlicht und ergreifend der Feind. Und
dann gibt es Filme wie "Just Married", die belegen, dass man
mit einem Drehbuch oberhalb der Dumm & Dreist -Grenze und wohlüberlegten
Casting durchaus auch für entspannte Kurzweil sorgen kann.
Tom
(Ashton Kutcher) und Sarah (Brittany Murphy) sind jung, verheiratet und
können sich nicht mehr riechen. Ein Triumph für alle Bekannten
und Verwandten, denn die haben es nätürlich alle schon vorher
gewußt, dass die beiden keine gemeinsame Zukunft haben werden. Sie,
die zu etwas höheren berufene Prinzessin aus reichen Elternhaus,
er, der Jung-Moderator aus simplen Verhältnissen. Dabei lief alles
prächtig bis zu jenem schicksalshaften Zeitpunkt als es hieß:
ab in die Flitterwochen nach Europa. Eine Reise die sich schon sehr bald
als perfekter Höllentrip entpuppen sollte, einer von der ganz besonders
feinen "Murphys Law"-Sorte noch dazu. Schon beim über die
Schwelle tragen knallt Tom seine Angetraute gegen den Türstück,
jene überkommt dafür prompt in der ersten gemeinsamen Nacht
ein frigider Anfall und nachdem man in Frankreich aus der gemieteten Romantik-Burg
rausgeflogen war, taucht ein Land weiter zu guter Letzt auch noch Sarahs
Ex-Freund Peter (Christian Kane) auf. Die Katastrophen nehmen ihren Lauf,
bis die beiden ehemaligen Turteltauben sich völlig entnervt auf heimatlichen
Boden Lebewohl sagen........
Auch
wenn das Konzept ja nun wahrlich kein Neues ist, weiß "Just
Married" im Rahmen seiner Möglichkeiten durchaus zu gefallen.
Ein Verdienst, den sich in erster Linie das Real-Life-Pärchen Asthon
Kutcher und Brittany Murphy ans Revers heften kann, ist es doch vor allem
die Chemie zwischen den beiden Jungstars, welche auch die etwas abgedroscheneren
Genre-Eigenheiten erträglich macht. Absolut solide Unterhaltung,
die man sich allerdings nicht durch die verdumpfbackte deutsche Synchro
kaputt machen lassen sollte.
Nicolas Ossberger
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