50 erste dates (OV: 50 first dates)

Start: 23.04.04
Lšnge: 99 min
Von: Peter Segal (Regie)
Mit: Adam Sandler, Drew Barrymore, Sean Astin, Rob Schneider, Lusia Strus, Dan Aykroyd, Amy Hill, Allen Covert, Blake Clark, u.a.

50 First DatesWo kotzende Wallrösser sind, da kann Adam Sandler nicht weit sein. Eine Weisheit, die man demnächst vielleicht schon auf T-Shirts lesen wird können. Sicher hingegen ist, dass der Klamauker mit "50 First Dates" erneut wieder einen Hit landen wird.

Viel hat sich über die Jahre im Sandler-Country nicht verändert. Vom einmaligen Ausrutscher ins anspruchsvolle Fach ("Punch-Drunk Love") einmal abgesehen, steht sein Name nach wie vor für seichte Comedy mit Infantilitätsfaktor 12. Auch "50 First Dates" macht da keine Ausnahme, auch wenn er seine Standardrolle als leicht belämmerte Held dieses Mal gegen einen Auftritt als Tierarzt-Casanova eingetauscht hat (hier kommt das Wallross ins Spiel). Auf Genital-Scherzchen der peinlich-berührenden Art muss der geneigte Fan aber natürlich dennoch nicht verzichten, dafür sorgt alleine schon Rob Schneider. Im Blickpunkt des Geschehens steht zuerst einmal aber Lucy (Drew Barrymore), ihres Zeichens die klassische Liebe auf den ersten Blick von Henry Roth (Sandler). Das Problem dabei: seit einem Autounfall leidet die Angebetete an einer Störung ihres Kurzzeitgedächtnisses. Pünktlich nach 24 Stunden beginnt alles wieder von vorne, ohne Erinnerung an die Geschehnisse davor. Vater und Bruder versuchen ihr deshalb ein und den selben Tag immer und immer wieder vorzuspielen, Henry muss täglich den ersten Schritt zur großen Liebe wagen.

50 First DatesDie Gags schwanken zwischen flach, müde und bemüht, die einzelnen Figuren sind wie gehabt überzogen exzentrisch und am Ende wird alles gut. Sandler weiß was sein Publikum von ihm erwartet und liefert deshalb auch mit "50 First Dates" wieder ein Werk ab, das man ohne große Schäden befürchten zu müssen auslassen kann.

Nicolas Ossberger