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jeepers creepers 2 (OV: dto.)
Start: 02.04.04
Länge:104 min
Von: Victor Salva (Buch & Regie)
Mit: Ray Wise, Jonathan Breck, Eric Nenninger, Garikayi Mutambirwa, Nicki
Lynn Aycox, Drew Bell, Billy Aaron Brown, Kasan Butcher, Lena Cardwell,
Marieh Delfino, Josh Hammond, Travis Schiffner, Al Santos, Diane Delano,
u.a.
Mit
"Jeepers Creepers" gelang Victor Salva vor drei Jahren ein klassischer
Sleeper-Hit. Dank Mundpropaganda schaffte es die Produktion schlussendlich
allein in den USA 40 Millionen USD einzuspielen. Ein Erfolg, der zwangsläufig
zu eine Fortsetzung führen musste.
Erneut
treibt Salvas Creeper (Jonathan Breck) sein Unwesen entlang des East 9
Highways irgendwo im Niemandsland von Texas. Alle 23 Jahre kommt er für
ebenso viele Tage aus seinem Versteck um die Landbevölkerung zu dezimieren
und wie es sich für einen zweiten Teil gehört, tut er dies natürlich
auf maximal ungustiöser Art und Weise. Eines macht "Jeepers
Creepers 2" dementsprechend von Beginn an klar: große Abweichungen
vom Schema F darf und soll man sich hier gar nicht erst erwarten, stattdessen
gibt es liebevoll zubereitete Genre-Kost, die auch das ein oder andere
ironische Selbstzitat beinhaltet. Ins Visier der mordlüsternen Vogelscheuche
gerät dieses Mal gleich eine ganze Busladung an Teenagern, was nicht
nur optimal in Sachen Futterbeschaffung ist, sondern auch Raum für
einen stattlichen Bodycount bietet. Waren im ersten Teil noch die beiden
Geschwister Tricia und Darry der eigentliche Mittelpunkt der Geschichte,
gehört die gesamte Aufmerksamkeit nun dem fliegenden Ersatzteillager.
Die Problemchen innerhalb der Busbelegschaft, ein Football-Team samt Trainer,
Cheerleader und Waterboy, geben gerade soviel Stoff her um die Zeit bis
zum nächsten Hopsgehen zu überbrücken, großes Charakterkino
findet hier jedoch erwartungsgemäß nicht statt.
"Jeepers
Creepers 2" bietet sicherlich nicht mehr als solide Horror-Kost.
Angesichts des erfreulichen Erstlings durfte man von Creeper-Erfinder
Salva auf jeden Fall ein wenig mehr Mut zum Risiko erwarten, doch wer
Ray Wise die Gelegenheit bietet 100 Minuten irre in die Kamera zu blicken,
dem kann man auch nicht wirklich böse sein.
Nicolas Ossberger
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