| x-men 2 (OV: dto.)
Start: 01.05.03
Länge: 140 min
Von: Bryan Singer (Regie)
Mit: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Halle Berry, Famke Janssen, Kelly
Hu, Anna Paquin, Ian McKellen, Alan Cumming, Rebecca Romijn-Stamos, u.a.
Mit
"X-Men" gelang Bryan Singer vor drei Jahren eine zwar nicht
zwangsläufig weltbewegende, dafür aber zumindest die Vorlage
nicht beleidigende Adaption klassischer Superhero-Literatur. Trotz eher
unspektakulärer Inszenierung wurde der Film ein Hit an der Box-Office,
was uns nun - so verlangt es das eiserne Gesetz der Serie - postwendend
ein Sequel eingebracht hat. Und
siehe da, "X-Men 2" lässt sich von Minute 1 an nicht lumpen.
Den
Auftakt macht Nightcrawler (Alan Cummings), den wir dabei beobachten können,
wie er im Weißen Haus für mächtig Unruhe sorgt. Nicht
ganz freiwillig, wie sich später herausstellen soll, stand der im
bürgerlichen Leben auf den Namen Kurt Wagner hörende Mutant
doch unter dem Einfluss des Militärwissenschaftlers William Stryker
(Brian Cox). Jener ist seit jeher auf dem Kriegspfad mit den Spitzen der
Evolution, ein Umstand, den vor allem der Bösewicht aus Teil 1, Magneto
(Ian McKellen), zu spüren bekommt, befindet sich dieser doch in der
Gewalt des Colonels. Doch damit nicht genug. Stryker gelingt es Professor
Charles Xavier (Patrick Stewart) und Cyclops in seine Gewalt zu bringen.
Ziel: der Nachbau des Cerebros, also jener Maschine mit der es X gelingt
jedes Gehirn der Welt zu erreichen, und in weiterer Folge die Auslöschung
aller Mutanten. Da heißt es Ärmel aufkrempeln und alte Differenzen
vorübergehend bei Seite zu schieben - in anderen Worten was bei "X-Men"
noch Freund und Feind war, kämpft nun Seite an Seite gegen das gemeinsame
Übel. Und das ausufernd, bunt und actionreich.
Eines
muss man Regisseur Bryan Singer lassen, er klaut wenigstens bei den richtigen
Filmen. Das Ende von "X-Men 2" ist jedenfalls beinahe eine 1:1
Kopie von "Star Trek 2 - Wrath of Khan", ein Umstand, der darauf
schließen lässt, dass Teil 3 bereits in den Startlöchern
scharrt. Überhaupt wirkt die zweite Auflage der Mutantenparty eher
wie ein Zwischenstück, welches eben nötig ist um alles für's
große Finale vorzubereiten. Ein Funktion die das Werk mit Bravour
erfüllt, denn die Vorfreude auf eine weitere X-Men-Auflage ist definitiv
geweckt.
Nicolas Ossberger
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