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bulletproof monk - der kugelsichere
mönch
(OV: bulletproof monk)
Start: 27.06.03
Länge: 103 min
Von: Paul Hunter (Regie)
Mit: Chow Yun-Fat, Seann William Scott, Jaime King, Karel Roden, Victoria
Smurfit, Marcus Jean Pirae, Mako, Roger Yuan, Chris Collins, Sean Bell,
u.a.
Zwei
Meister ihrer Zeit, gemeinsam in einem Film über einen kugelsicheren
Mönch? Kann ja gar nichts schief gehen sollte man meinen. Kann es
leider doch - soviel muss man sich nach der Sichtung von Paul Hunters
unwitzigen Action-Etwas "Bulletproof Monk" zumindest eingestehen.
Chow
Yun-Fat und Seann William Scott haben angesichts der haarsträubend
dünnen Story jedenfalls deutlich härter mit ihren abgehalfterten
One-Linern zu kämpfen, als mit den eigentlichen Bösewichten.
Kein Wunder allerdings, griff man doch zur Abwechslung wieder einmal in
die gute alte Nazi-Kiste, ein Konzept, dass man in Hollywood wie's scheint
nach wie vor als noch nicht vollkommen ausgeschlachtet betrachten. Was
uns im Falle von "Bulletproof Monk" die Figur des Struker (Karel
Roden) eingebracht hat, einen ehemaligen Offizier der seit 60 Jahren auf
der Suche nach einer tibetanischen Schriftrolle ist, von der er sich die
Weltherrschaft verspricht. Seit Ebenso langer Zeit beschützt nun
bereits der namenlose Mönch (Chow Yun-Fat) das von Buddha selbst
erschaffene Artefakt, eine Aufgabe, die als Bonus unter anderem den Alterungsprozess
aufhält. In den Mix wird schlussendlich noch der junge Tagedieb Kar
(Seann William Scott) geworfen, dessen einzige Lebensberechtigung darin
besteht, dass man mit nur einer Hauptfigur schlecht ein Buddy-Action-Movie
drehen kann.
Unwahrscheinlich,
dass sich Paul Hunter, immerhin einer der erfolgreichsten und angesehensten
Videoclip-Regisseure überhaupt, so sein Langfilmdebüt vorgestellt
hat. Weder optisch noch inhaltlich kann sich "Bulletproof Monk"
von der Masse der momentan den Markt überschwemmenden Martial Arts
Produktionen (bzw. was man in Hollywood dafür hält) abheben
und wäre vor ein paar Jahren wohl ohne mit der Wimper zu zucken Straight
2 Video gegangen.
Nicolas Ossberger
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