haus über kopf (OV: bringing down the house)

Start: 17.07.03
Lšnge: 105 min
Von: Adam Shankman (Regie)
Mit: Steve Martin, Queen Latifah, Eugene Levy, Betty White, u.a.

Manchmal steckt der Teufel schlicht und ergreifend nicht im Detail sondern manifestiert sich in der Form von Werken wie Adam Shankmans aktuellem Vehikel "Bringing Down The House". Da hilft einem dann auch ein verzweifelt gegen die Umstände ankämpfender Steve Martin nichts mehr.

Der sprichwörtliche Hund liegt hier in der Tatsache begraben, dass einem von Beginn an klar ist, dass man diesen Film schon mehr als einmal zu oft gesehen hat und sämtliche Witzchen und Wendungen 100 Kilometer gegen den Wind riecht. Im Falle von "Bringing Down The House" kommt natürlich noch erschwerend hinzu, dass Martin mit Queen Latifah eine Schauspielerin an seiner Seite hat, deren Auftreten vielleicht in ihrer auf sie zugeschnittenen Sitcom beim Zielpublikum Wirkung erzielt, als Partnerin in einem Semi-Buddy-Movie aber kaum deplazierter sein könnte. Und so kämpft man sich durch alle Klischees, die einem so zum Thema "Er, weiß, konservativ, ultrakorrekt vs. Sie, schwarz, große Klappe, Luder" einfallen könnten, mündend natürlich in einem Happy End, bei dem alle ihre Vorurteile überwunden und aus den eigenen Fehlern gelernt haben.

Seine wenigen lichten Momente verdankt "Bringing Down The House" in erster Linie den, zugegeben seltenen, Gelegenheiten bei denen Steve Martin sich, bevorzugt tanzenderweise, austoben darf und Eugene Levy, der nicht erst seit "Greg the Bunny" zu den ganz großen Brachialkomikern zählt und dank "American Pie" nun endlich auch ein wenig vom Kuchen abbekommt.

Nicolas Ossberger