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die frauen von stepford (OV: the
stepford wives)
Start: 15.07.04
Länge:112 min
Von: Frank Oz (Regie); Paul Rudnick (Buch)
Mit: Nicole Kidman, Matthew Broderick, Christopher Walken, Faith Hill,
Bette Midler, Roger Bart, Jon Lovitz, Russ Russo, u.a.
1975
löste Bryan Forbes mit seiner Verfilmung von Ira Levins gleichnamigen
Roman "The Stepford Wives" in den USA eine gediegene Roboter-
und Feminismus-Debatte aus. Frank Oz wird angesichts der Belanglosigkeit
seines Remakes diesbezüglich wohl deutlich kleinere Brötchen
backen müssen.
War
die Adaption von einst noch als Horror-Thriller konzipiert gewesen, setzt
die Zweitverwertung dieses Mal ganz auf den Faktor Humor. Sehr zum Leidwesen
der Inhalte, denn viel mehr als ein paar stereotype Gags waren dem Duo
Frank Oz und Paul Rudnick die Implikationen der Vorlage scheinbar nicht
wert. Was da mit einer gelungene Persiflage auf den Reality-Wahn amerikanischer
TV-Networks beginnt, entpuppt sich mit dem Eintreffen der Familie Eberhard
in Stepford als leider völlig zahnloses Satirchen.
Als seine Karriere-Ehefrau Joanna
(Nicole Kidman) innerhalb kürzester Zeit sowohl Job als auch Nerven
verliert, sieht Walter (Matthew Broderick) die Zeit für einen Klimawechsel
gekommen. Die familieninterne Wahl fällt auf Stepford, ein scheinbar
in jederlei Hinsicht perfektes Elite-Örtchen. Doch schon der zweite
Blick verrät:, hier ist definitiv etwas faul. Denn während die
durch die Bank attraktiven Frauen des Ortes frohgelaunt ihren äußerst
durchschnittlichen Ehegatten aufs Kommando gehorchen, sitzen jene allabendlich
hinter verschlossenen Türen und erfüllen das männliche
Klischee vom Peter Pan Syndrom. Schon nach kurzer Zeit ist jedem klar
wie der Hase im Ort läuft, was sich rückblickend als kein sonderlich
schlauer Schachzug von Frank Oz herausstellt. Denn nachdem das Geheimnis
von Stepford aufgedeckt ist, hat der Film kaum noch mehr zu bieten als
ein paar bemühte Lacher und einen in allen Belangen überstrapazierten
Showdown.
Auch
wenn ein Film in dem Christopher Walken das Tanzbein schwingt, nie wirklich
ganz schlecht sein kann, bietet "Die Frauen von Stepford" insgesamt
einfach viel zu wenig um als gelungenes Remake oder gar inspiriertes Neuwerk
in Erinnerung behalten zu werden. Seichte Unterhaltung in Starbesetzung.
Nicolas Ossberger
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