Corruptor - Im Zeichen der Korruption (OV: Corruptor)

Start: 9. Juli
Länge: 110 min
Von: James Foley (Regie)
Mit: Chow Yun-Fat, Mark Wahlberg, Ric Young, Paul Ben-Victor; Jon Kit Lee, Andrew Pang, u.a.

Als Mark Wahlberg bei Conan O´Brian zu gast war, erzählte er, daß bei den Drehs in Chinatown sich absolut niemand für in begeistern konnte. Genauer gesagt, sei er schon herumgegangen und habe jedem erzählt, er wäre der Typ aus "Boogie Nights", doch alles was die Bewohner des New Yorker Asiatenviertels interessierte, war sein Partner Chow Yun-Fat.

Warum es den Helden unzähliger Hongkong-Klassiker nach Hollywood verschlagen hat, bleibt mir auch nach "Corruptor" noch ein Rätsel. Der Film ist für amerikanische Verhältnisse o.k., ein rasanter Actionthriller mit viel Blei und Blech. Auch ist er bedeutend besser als das "The Killer" – rip off "Replacement Killers", nur wieso tut sich eine lebende Legende wie Yun-Fat das an. Klar, die Moneten, aber ich glaube nicht, daß er noch sehr auf seine Gagen angewiesen ist.

Corruptor ist absolut nur auf den Star aus Hongkong zugeschnitten. Mit jedem anderen Hauptdarsteller wäre der Film nur ein halb so großes Vergnügen und das ist es was mich stört. Weder die Geschichte, noch der Rest der Cast, bietet irgend etwas besonderes. Die Kameraführung ist Tarantinoeske, die Dialoge schwach und dennoch vibriert bei jedem Auftritt Chow Yun-Fats die Luft. Ihm alleine ist auch die gar nicht mal schlechte Benotung zu verdanken.

Nicolas Ossberger ****

- Ohne Worte
* Übel
** Mehr schlecht als recht
*** Tut nicht weh, kann man sehen
**** Angenehmes Filmvergnügen
***** Begeisternd
****** Fulminant