terminator 3 - rebellion der maschinen
(OV: terminator 3: rise of the machines)

Start: 01.08.03
Lšnge: 109 min
Von: Jonathan Mostow (Regie), John Brancato & Michael Ferris (Buch)
Mit: Arnold Schwarzenegger, Nick Stahl, Kristanna Loken, Claire Danes, Alana Curry, u.a.

Gewartet hat auf die Fortsetzung der Terminator-Saga eigentlich niemand. Am wenigsten wohl James Cameron und seine Ex-Frau Linda Hamilton, weshalb die beiden auch mit der Realisierung von "T3: Rise of the Machines" nichts zu schaffen hatten. Zum neuen Mann am Steuer wurde Jonathan Mostow ernannt, den man sicherlich nicht zweimal fragen musste, ob er denn Herrscher über eine 170 Millionen Dollar schwere Produktion sein wolle.

Ein nicht unbedeutender Teil des Budgets geht mit Sicherheit auf Kosten der Tatsache, dass es sich Mostow nicht nehmen lies, auch die dritte Auflage in der Tradition des guten alten Action-Kinos zu filmen. Heißt: Kulissen statt Blue Screens, hunderte Explosionen statt CGI-Effekte. Und es hat sich bezahlt gemacht, denn schon lange sah eine Materialschlacht nicht mehr so gut aus. Genau genommen seit "Terminator 2", womit wir auch schon beim Haken wären, verschwimmt die Grenze zwischen ironischem Selbstzitat und Ideenlosigkeit im Falle von "T3" doch zusehends. Diesem Umstand dürften wir wohl auch das als Eye-Candy getarnte Ablenkungsmanöver namens T-X (Kristanna Loken) verdanken. In ihrer Funktion als NextGen-Terminatrix ist es ihr nämlich nicht nur möglich Autos ihren Willen aufzwingen, nein, das neue Model kommt auch mit automatischen Oberweitenregler. Was sie allerdings nicht kann ist ihrem Vorgänger T-1000 in Sachen Bad Guy Spirit das Wasser reichen. An Kontinuität ist allerdings sowieso nicht zu denken, denn um den niemals endenden Leidensweg von John Connor in die dritte Runde gehen zu lassen, mussten sicherlich einige Mitarbeiter des Departments of Temporal Investigations über die Klinge springen.

Schlussendlich ist "T3: Rise of the Machines" also nicht mehr und nicht weniger als ein kurzweiliger, unterhaltsamer Action-Reißer geworden. Und auch wenn dem Film die Cleverness fehlt um ihn zumindest ansatzweise in die Nähe seiner Vorgänger zu rücken, so ist der doch der sentimentale Sieger des diesjährigen Kinosommers, das letzte Aufbäumen eines Auslaufmodels kurz vor der Deaktivierung.

Nicolas Ossberger