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fluch der karibik (OV: the pirates
of the caribbean: the curse of the black pearl)
Start: 02.09.03
Länge: 135 min
Von: Gore Verbinski (Regie)
Mit: Johnny Depp, Geoffrey Rush, Orlando Bloom, Keira Knightley, Jonathan
Pryce, Jack Davenport, Angus Barnett, u.a.
Die
Zeit war wie's scheint wieder einmal reif für ein extraordinäres
Piratenspektakel der ausufernden Art. Bei einem an die 300 Millionen USD
Marke heranreichenden Einspielergebnis alleine in den Vereinigten Staaten
muss man wohl oder übel Produzenten Jerry Bruckheimer erneut dazu
gratulieren zur rechten Zeit aufs richtige Pferd gesetzt zu haben.
Real
zu verantworten haben den sensationellen Erfolg allerdings zwei andere
Herrschaften: der komplett in der Rolle des Captain Jack Sparrow aufgehende
Johnny Depp und Regisseur Gore Verbinski, welcher nach seinem gelungenen
Remake von "Ringu" nun auch im ganz großen Mainstream-Rahmen
beweisen konnte, dass man trotz enormer Detailverliebtheit und einem gesunden
Hang zur Selbstironie einen echten Blockbuster fabrizieren kann. Denn
obwohl "The Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl"
natürlich Parallelen zu Errol Flynn und Douglas Fairbanks gar nicht
erst versucht zu verleugnen, entwickelt der Film im Laufe seiner niemals
langatmig werdenden 135 Spielminuten eine rasante Eigendynamik, die man
in diesem inhaltlich doch eher limitierten Genre gar nicht möglich
gehalten hätte. Ein Ergebnis, das Verbinski in erster Linie dank
einer phasenweise ziemlich kruden Mischung aus klassischem Abenteuerfilm,
B-Movie Horrorstreifen und Kostüm-Komödie erreichte.
Auch
wenn Johnny Depp, der Dank "Fluch der Karibik" seine Hollywood-Karriere
gehörig revitalisieren konnte, Kollegen wie Orlando Bloom und Geoffrey
Rush teilweise arg farblos aussehen lässt, so verdient doch das gesamte
Ensemble Lob dafür, den Film zu jenem augenzwinkernden Kinospaß
gemacht zu haben, der uns wohl schon nächstes Jahr eine Fortsetzung
eingebrockt haben wird.
Nicolas Ossberger
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