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resident evil: apocalypse (OV: dto.)
Start: 23.09.04
Länge: 94 min
Von: Alexander Witt (Regie); Paul W.S. Anderson (Buch)
Mit: Milla Jovovich, Sienna Guillory, Oded Fehr, Thomas Kretschmann, Jared
Harris, Mike Epps, Sandrine Holt, Sophie Vavasseur, u.a.
Wo
Paul .W.S. Anderson draufsteht, ist Frohsinn und Stumpf-O-Rama drin, darauf
ist Verlass. Innerhalb nur weniger Jahre hat es der Brite mit Werken wie
"Mortal Kombat", "Soldier" und "Event Horizon"
geschafft in Bildungsbürgerkreisen den Status einer Persona Non Grata
zu erreichen und nebenher auch gleich mehrmals an der US Box Office zu
reüssieren.
So
auch im Jahre 2002 mit der Game-Verfilmung "Resident Evil",
einem flott geschnittenen Zombie -Videoclip, dessen Story man zwar auf
einem Bierdeckel zusammenfassen konnte, der aber Dank einer Extraportion
ästhetisierter Gewalt absolut seine Pflicht erfüllte. Mit "Resident
Evil: Apocalypse" enternt nun der zweite Teil der als Trilogie angelegten
Blutoper die heimischen Kinos und auch wenn Anderson seinen Regie-Platz
diesmal Alexander Witt a.k.a. Mr. Second Unit überlies, so trägt
der Film doch ganz offensichtlich seine Handschrift. Will heißen,
auf so Banalitäten wie eine kohärente Story oder gar ein wenig
Atmosphäre wurde zu Gunsten von fetzigen Cut&Paste-Effekten und
Bodyshots der wiedergekehrten Milla Jovovich gleich einmal verzichtet.
Das macht eine halbe Stunde sogar durchaus Spaß, danach stellt sich
jedoch rasch Langeweile ein. Inhaltlich nähert sich "RE:A"
deutlich mehr noch als der erste Teil an die Vorlage an, was sich vor
allem dadurch bemerkbar macht, dass mit Jill Valentine (Sienna Guillory)
und Nemesis (Matthew G. Taylor) nun zwei weitere altbekannte Game-Figuren
mitmischen. Was als Zombie-Streifen beginnt, entwickelt sich auf Grund
des Auftauchens der zweibeinigen Biowaffe zu einer ermüdenden Aneinanderreihungen
von Kampfsequenzen. Ein Umstand, welcher der Tatsache, dass es sich hier
um eine Videospielverfilmung handelt durchaus Rechnung tragen mag, dem
Film schlussendlich aber doch einiges von seinem sicherlich angestrebten
Party-Faktor nimmt.
Nachdem
"RE:A" seinen 110 Millionen USD schweren Vorgänger locker
überbieten konnte, kann man wohl fix davon ausgehen, dass uns spätestens
2006 mit "Resident Evil: Afterlive" Teil 3 ins Haus stehen wird.
Bleibt zu hoffen, dass Anderson, der wieder selbst Hand anzulegen gedenkt,
bis dahin das gute alte "Weniger ist mehr"-Prinzip verinnerlichen
konnte.
Nicolas Ossberger
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