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freddy vs. jason (OV: dto.)
Start: 21.11.03
Länge: 97 min
Von: Ronny Yu (Regie)
Mit: Robert Englund, Ken Kirzinger, Monica Keena, Jason Ritter, Kelly
Rowland, Katharine Isabelle, Tom Butler, Kyle Labine, Zack Ward, u.a.
Der
Mythos "Freddy Vs. Jason" hat sich im Laufe der letzten zehn
Jahre zu einem regelrechten Running-Gag entwickelt. Zu oft war das Projekt
nach dem denkwürdigen Ende von "Jason Goes to Hell: The Final
Friday" angekündigt worden, nur um kurz darauf wieder in der
filmindustriellen Vorhölle (aka Legal Department) zu verschwinden.
Zehn
lange Jahre sollte es schlussendlich dauern, bis es an Ronny Yu war die
zwei wohl beliebtsten Killermaschinen des Horrorgenres aufeinander los
zu lassen. Wie schon bei "Bride of Chucky", setzte Yu dabei
auf eine gesunde Mischung aus Härte und Traditionsbewusstsein, was
angesichts des fatalen Verlustigungspotentials des Materials wohl im Sinne
eines jeden Old Schoolers gewesen sein dürfte. Ganz ohne verzichtbare
Komikeinlagen (Jason, the living Pinball) und nitpickwürdige Ungereimtheiten
(Jason, nun mit Wasserangst) kommt er zwar auch nicht aus, größere
Ärgernisse bleiben einem allerdings erspart. Auch plottechnisch lehnt
man sich erwartungsgemäß nicht allzu weit aus dem Fenster,
als Vehikel für die Zusammenführung der beiden Slash-Giganten
dient der Umstand, dass Freddy aus den Köpfen der Kleinstadtjugend
verschwunden ist. Und wo keine bösen Träume, da kein Frischfleisch.
Um ein wenig Leben an seine alte Wirkungsstätte zu bringen, schickt
er Jason direkt Richtung Elm Street. Ein Plan der prima auszugehen scheint,
sorgt Mr. Voorhees doch im Handumdrehen für einen stattlichen Body
Count und eine brodelnde Gerüchteküche. Doch die Rechnung hat
Freddy ohne seinen Wirt gemacht, denn erst einmal frei gelassen, denkt
Mister Machete gar nicht daran aufzuhören und murkst seinem Kollegen
fröhlich die Teenies unter der Eisenklaue weg. Vorhang auf für
den Kampf der Giganten.
Das
Konzept "Freddy Vs. Jason" so deftig wie möglich zu arrangieren
ging auf. Der Film wurde für New Line ein enormer Erfolg, #1 der
Box Office inklusive. Was dem Film jedoch trotz jeder Menge Gore fehlt
ist Spannung. Die Opfer sind austauschbare, eindimensionale Hülsen,
wo früher atmosphärische Dichte war ist heute Comic Relief.
Als Popcorn-Kino für's Fanboy-Publikum geht das selbstredend mehr
als in Ordnung, viel höher sollte man seine Erwartungshaltung allerdings
nicht schrauben.
Nicolas Ossberger
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