| robotic angel (OV: metropolis)
Start: 20.12.02
Länge:107min
Von: Rintaro (Regie)
Fritz
Lang und die Spätfolgen. Osamu Tezuka machte anno dazumal jedenfalls
kein großes Geheimnis daraus, woher die Inspiration stammte, als
er mit seinem Comic-Band "Metropolis" einen absoluten Genre-Klassiker
schuf. Für Rintaro Grund genug wie's scheint die Geschichte für
die große Leinwand zu adaptieren.
Der
Bewohner von Metropolis haben nur wenig zu lachen. Doch für den inoffiziellen
Herrscher Duke Red ist das noch Spaß zuviel. Seine Zukunftsvisionen
für die futuristische Über-Stadt, sehen anders aus. Sein persönlicher
Turmbau zu Babel ist beinahe abgeschlossen, was noch fehlt ist das letzte
Bindeglied, das Kind für den Thron, der Technokrat für die Ewigkeit
- das Androiden-Mädchen Tima. Doch kurz vor ihrer Fertigstellung
gelingt es Duke Reds Adoptivsohn, angetrieben vom Hass auf alles maschinelle,
die Labors niederzubrennen. Der junge Kenichi findet den kindlichen Roboter
und bringt ihr bei Mensch zu sein. Doch Duke Red ist den beiden bereits
auf den Fersen......
Androiden
ohne Identitätskrisen gibt es nicht. Auch Tima, der kleine blonde
"Robotic Angel", ist vor der "Was bin ich?" Frage
nicht gefeit. Doch bevor man ihr im wirklich äußerst sehenswerten
Showdown bei der Lösung des Problems zusehen kann, muss man sich
erst einmal durch gut 90, zwar opulent angerichtete, doch relativ geschmacksneutrale,
Minuten Anime-Standardware kampfen.
Nicolas Ossberger ***
* Übel
** Mehr schlecht als recht
*** Tut nicht weh, kann man sehen
**** Angenehmes Filmvergnügen
***** Begeisternd
****** Fulminant
|