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kops (OV: kopps)
Start: 25.12.03
Länge: 90 min
Von: Josef Fares (Buch & Regie)
Mit: Fares Fares, Torkel Petersson, Göran Ragnerstam, Sissela Kyle
, u.a.
Das
man nun scheinbar auch in Skandinavien nicht mehr vor penetranter Unlustigkeit
sicher ist, belegt leider die schwedisch-dänische Koproduktion "Kopps".
Und natürlich avancierte der Film eben dort zu einem der größten
Publikumserfolge aller Zeiten - Hurra, Dumpfheit ist international!
"Jalla,
Jalla!"-Regisseur Josef Fares lässt jedenfalls kaum einen vorhersehbaren
Gag aus, was den Film zu einem prima Anschauungsobjekt macht, wie man
der zu unterhaltenden Meute perfekt nach dem Mund redet. Zuallererst müssen
da natürlich Figuren her, die in bester Schema F Manier als Sympathieträger
zu fungieren haben. Für den Pitbull-Besitzer im Jogging-Anzug gibt
es Benny (Torkel Petersson), den Cop mit ausgeprägter Gewaltphantasie,
der vor lauter Langeweile in geistiger Bullet Time vor sich hin ballert.
Für sanftere Gemüter haben wir Jacob (Fares Fares) im Programm,
der nette Typ von nebenan, der eigentlich nur eine neue Freundin will.
Und gesetztere Semester werden sich sicherlich mit dem Ehepaar Agneta
(Sissela Kyle) und Lasse (Göran Ragnerstam) anfreunden. Alles zusammen
bilden sie die Funkstreife des kleinen Ortes Högsboträsk, deren
Hauptproblem darin besteht, dass es keine Kriminalität zu bekämpfen
gibt. Was logischerweise dazu führt, dass ihre Dienststelle geschlossen
werden soll. Es kommt wie es kommen muss, die vier Kops inszenieren zwecks
Beeindruckung der Inspektorin (= Love Interest für Jacob!) ein paar
Straftaten, welche selbstredend komplett ausufern und am Ende haben wir
dann alle eine wertvolle Lektion gelernt.
"Kopps"
erfreut sein Publikum mit altbackenen Gags und gaukelt ihm dabei auch
noch mit Matrix-Zitaten vor so etwas wie ein popkulturelles Verständnis
zu besitzen. Mehr braucht es scheinbar nicht um heutzutage den Nerv der
Zeit zu treffen - eine Million Schweden können sich schließlich
nicht irren.
Nicolas Ossberger
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