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der herr der ringe: die rückkehr
des königs
(OV: lord of the rings: return of the king)
Start: 17.12.03
Länge: 201 min
Von: Peter Jackson (Regie)
Mit: Elijah Wood, Ian McKellen, Sean Astin, Viggo Mortensen, Liv Tyler,
Cate Blanchett, John Rhys-Davies, Bernard Hill, Billy Boyd, Orlando Bloom,
u.a.
Nach
sieben Jahren Produktionszeit zieht Peter Jackson mit der Verfilmung des
dritten Buches von J.R.R. Tolkiens "The Lord of the Rings" einen
Schlussstrich unter das Kapitel Middle-Earth. Vorläufig, denn angesichts
des cineastischen und kommerziellen Erfolges seiner Kino-Adaption, wird
der Neuseeländer unter Umständen schon bald für "The
Hobbit" an den Ort des Triumphes zurückkehren.
Zum
Abschluss der Saga fährt Jackson noch einmal sämtlichen schweren
Geschütze auf und das im wörtlichen wie auch im übertragenen
Sinn. Denn im Zentrum von "Return of the King" steht ganz klar
die epochale Schlacht vor den Toren von Minas Tirith. Orcs, Oliphants,
Fell Beasts, Nazgul - die Jungs und Mädels der WETA konnten ihrem
Spieltrieb zur Gänze ausleben. Den Ruhm, dass dabei das Blut nur
in den Köpfen der Zuseher eimerweise fließt, nicht aber auf
der Leinwand, können sich ebenfalls die CGI-Kings aus Neuseeland
ans Revers heften. An anderer Stelle stehen selbstverständlich Samwise
und Frodo im Mittelpunkt, die ihrerseits noch an Cirith Ungol und Shelob
vorbei müssen um zu Mount Doom zu gelangen. Das sich Jackson und
sein Autorenteam hier die Freiheit genommen haben, das Gollum Frodo dazu
bringt seinen treuen Gefährten heimwärts zu schicken, mag im
Vergleich zur Vorlage ein wenig deplaziert wirken, funktioniert aber,
so wie die meisten großen Veränderungen, auf der Leinwand zumindest
genauso gut. Das ausgerechnet jener Part, den Jackson beinahe unverändert
gelassen hat, wohl die meisten Meinungen spalten wird, zeigt erneut die
Schwierigkeit des gesamten Unterfangens auf und belegt weshalb die Trilogie
bis dato als absolut unverfilmbar galt.
Als
die wahren Helden von "Return of the King" kristallisieren sich
am Ende sowohl Samwise, also auch Eowyn heraus, zwei Figuren die zwar
unterschiedlicher kaum sein könnten, in ihrer Hingabe aber untrennbar
miteinander verbunden sind. Hier der ergebene Diener, der seinen Master
mit letzter Kraft den Berg hochschleppt, da die vom Willen zum Kampf getriebene,
verschmähte Schildmaid, die mit ihrer ungebändigten Leidenschaft
für die vielleicht denkwürdigste Szene im ganzen Film sorgt.
Nun
aber heißt es warten bis die um gut 30 Minuten längere Extented
Version das Licht der Welt erblickt, denn auch wenn dies bei einer Laufzeit
von 201 Minuten ein wenig seltsam klingen mag, lautet der einzige Vorwurf
den man "Return of the King" machen kann, dass mit "The
Scouring of the Shire" gleich ein komplettes (Schluss-)Kapitel fehlt.
So bleibt einem zumindest kurzfristig noch ein wenig von jener Vorfreude
erhalten, die in den letzten drei Jahren ein stetiger Wegbegleiter war.
Nicolas Ossberger
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