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ocean's twelve (OV: dto.)
Start: 17.12.04
Länge:130 min
Von: Steven Soderbergh (Kamera & Regie), George Nolfi (Buch)
Mit: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Catherine Zeta-Jones, Vincent
Cassel, Bernie Mac, Andy Garcia, Don Cheadle, Julia Roberts, u.a.
Warum
glauben Menschen kaum da sie eine DigiCam besitzen, damit die Bürde
auf sich genommen zu haben, der Menschheit ein Vermächtnis hinterlassen
zu müssen. Die mögliche Antwort auf diese Frage bietet Steven
Soderberghs "Ocean's Twelve": niemand ist davor gefeit sich
in sein eigenes Spiegelbild zu verlieben.
Ein
Schicksal, vor dem augenscheinlich auch internationaler Superstardom nicht
schützt, besteht Soderberghs entbehrliche Fortsetzung zum entbehrlichen
Remake doch zu 98% aus selbstreferenzieller Beweihräucherung (und
2% Elliott Gould). Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es aussieht,
wenn sich Hollywoods Starelite beim Versuch zu beweisen ein völlig
ungezwungenes Verhältnis zur Selbstironie zu besitzen komplett zum
Affen macht - hier ist die Chance. Konnte "Ocean's Eleven" zumindest
noch mit einem schönen Heist aufwarten, gibt es im Falle von "Ocean's
Twelve" nun überhaupt nichts mehr, das einem vom Dauergrinsen
der Akteure ablenken könnte. Handlungssprünge dienen ausschließlich
dem Zweck rasch noch [Superstar nach Wahl einsetzen] die Möglichkeit
zu geben Cameo-technisch seinen Allerwertesten durchs Bild zu schleppen
und schon geht es ab zur nächsten Gruppentherapie. Spätestens
in jenem Moment, als der an sich schon ziemlich lahme Gag Julia Roberts
sich selbst spielen zu lassen in eine zwanzigminütige Routine ausartet,
wird einem klar, was Steven Soderbergh damit meinte, als er nach dem Ende
der Dreharbeiten ein Defizit an frischen Ideen ortete. Wahrere Worten
wurden nie gesprochen.
Unmotiviert
platzierte Trademark-Shots, ein völlig verqueres Script, plus eine
Cast die wahlweise strahlt wie ein Honigkuchenpferd oder 130 Minuten als
Dekor missbraucht wird, machen "Ocean's Twelve" nicht gerade
zu einem ausgesprochenen Vergnügen. So gesehen eigentlich eine würdige
Fortsetzung.
Nicolas Ossberger
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