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die unglaublichen (OV: the incredibles)
Start: 08.12.04
Länge:115 min
Von: Brad Bird (Buch & Regie);
Mit: Craig T. Nelson, Holly Hunter, Samuel L. Jackson, Jason Lee, Elizabeth
Peña, John Ratzenberger, Wallace Shawn, Sarah Vowell, Spencer Fox,
u.a.
Der
Feel Good Hit des Winters? Mitnichten. Auch wenn das kollektive Gejohle
anderes vermuten lassen mag, "The Incredibles" hat über
weite Strecken selten mehr zu bieten als guerillaartige Inbesitznahme
des optischen Blickfeldes und seichthumorige Komplettironisierung.
Von
Beginn an im Mittelpunkt des Geschehens: Bob Perr (Craig T. Nelson), seines
Zeichens Ex-Superhero und mittlerweile Lohnsklave im Dienste einer Versicherung.
Seit er einen angehenden Selbstmörder von seinem Tagwerk abhielt
und ihn dieser daraufhin prompt verklagte, ist Schluss mit dem Weltretten.
Und zwar nicht nur für ihn, sondern für alle Kostümträger,
denn Immunität vom Staat gibt es nur beim Verzicht auf jeglichen
Einsatz von Superkräften. Logischer Konsequenz: die Midlife-Crisis
nagt, der Lebenswille versagt. Zu Hause sitzt Elastigirl (Holly Hunter)
und geht in der Funktion als Mutter auf, Kumpel Frozone (Samuel L. Jackson)
lässt sich gerade noch zu ein paar kleinen Minimaldeliktsvereitelungen
überreden, mehr Heldentum ist aber nicht drin. Gerade als der Frust
in eine gestandene Depression umzuschlagen droht, wird Mr. Incredible
jedoch von einer geheimnisvollen Agentur kontaktiert, die Sache wäre
dringlich und würde spezielle Kräfte erfordern......
Lässt
sich die erste halbe Stunde noch verhältnismäßig vielversprechend
an, so beugt sich der Rest des Spektakels dennoch dem Diktat der ADD-verstrahlten
Zielgruppe. Behold the Dialogue - was nicht fliegt, explodiert oder zumindest
eine Grimasse ziehen kann, macht unruhig. Für den Rest gibt es schnelle,
bunte Bilder und Pop-Zitate bei denen sich auch John Doe in the last Row
seiner sicher fühlen kann.
Nicolas Ossberger
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