Cypress Hill
Live At The Fillmore
Columbia/Sony

Seit 1966, als der inzwischen bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommene Bill Graham, ein ehemaliges Kino zum Konzertsaal umbaut, ist das Fillmore West zum Treibhaus für die Subkultur der kalifornischen Hippie Metropole San Francisco geworden. Die Gruppen, die hier auftreten gehören zur Creme des Rockadels und die Konzerte sind stets ein Garant für höchstes Niveau. So auch nun 34 Jahre später beim ersten Live-Album von Cypress Hill. Die Jungs präsentieren sich in bester Hip Hop Laune, was sich auf die Qualität der Aufnahmen überträgt, die technisch nichts zu wünschen übrig lassen. So kommt das fünfte Werk der 1988 in L.A. gegründeten Band schon fast in die Nähe eines Best Of Albums. Wie immer eine Mischung aus intelligenter Selbstironie kombiniert mit individuellem Stilmix und Improvisationsfreude zwischen schleppenden Beats, nuschelnden Vokalphrasen, gurgelnden Bassläufen und eigenwilliger Samplingtechnik. Wer also (eine) der besten Hip Hop Gruppen in (einem) der traditionsreichsten Konzerthäuser erleben will, dem sei Live At The Fillmore an Herz und Ohr gelegt.
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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.