Linkin Park
Hybrid Theory
(Warner)

Mit der Behauptung, Sänger Chester Bennington und Linkin Park seien eine typische Begleiterscheinung der überschwappenden Neo-Prog-Industrial-Rock Welle, würde man es sich zu einfach machen und vor allem auch der Band unrecht tun, denn die haben schon einiges mehr zu bieten um nur als Abklatsch von Korn, Limp Bizkit oder Papa Roach zu gelten. Da sind zum einen die intensiven melodisch eingängigen Pop Sequenzen, wie auf den an die Cars erinnernden "Crawling" und "A Place For My Head", zum anderen besticht das feine Gespür die nie übertriebene Härte mit leichten Hip Hop-Elementen zu verbinden - auf der Single-Auskoppelung "One Step Closer" deutlich gemacht. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Gesangparts von den melodiösen formschönen Gegensätzen Benningtons zu den knallharten Stakkato-Raps des zweiten Sängers Mike Shinoda ergänzen einander perfekt und schaffen eine unverwechselbare typische Vocalscape, die für ständige Abwechslung sorgt. Dunkel rätselhafte Texte handeln von den typischen Themen der Menschen im angegenden 21. Jahrhundert. Innere Leere, unbeantwortete Fragen, Zerrissenheiten, Beziehungskrisen, Nichtwissen-Woher-Wohin, und sind mit eine Ursache für den Phönix aus der Asche Effekt der fünf Kalifornier. Sicher ist, daß bei dem großen Angebot von Newcomer Bands dieser Richtung der Name Linkin Park positiv im Gedächtnis bleiben wird.
(space cap)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.