The Donnas
Gold Medal
(Warner)

Ist die Covergestaltung eher eine Hommage an die 60er Jahre Designkunst, wechseln die Donnas auf ihrem neuen Album Gold Medal vom charmanten Riot-Girlie-Rock’n’Roll früherer Werke zu erfrischendem Poprock der 70er. Donnas sind ein Konzept : Runaways, California, Hipness mit gepflegter Punk-Attitude. Im zehnten Jahr ihres Bandbestehens machen Maya Ford (bass), Torry Castellano (drums), Allison Robertson (guitar) und Brett Anderson (vocals) endlich das was sie schon immer wollten, einfach nur straight abrocken. Sensationell wie es trotz stilistischer Limitierung gelingt ein solch perfektes Album abzuliefern. Eindringende Ohrwürmer wechseln mit fetzigen Krachern, neben Hardrock entwickeln bluesige Elemente eine Gitarrenmusik aller Coleur vom Riffrock der 70er a la Kiss oder Ramones bis zum Beat aus den Swinging Sixties. Mehrstimmiger Gesang wie immer, aber nun weg von musikalischer Einspurigkeit, Hinwendung zur Melodie und größerer Texttiefgang bereiten ein kurzweiliges Hörvergnügen. Erfreulich also, daß die Donnas nach dem Erfolg der letzten Scheibe Spend The Night und den darauffolgenden auslaugenden Tourstrapazen zu neuer Kraft gefunden haben und mit Rigorosität und Selbstbewußtsein ein satter Genuß und Griff in die Vollen des Genres gelungen ist.

Diskographie :
Spend The Night
2001 Turn 21
1999 Get Skintight
1998 American Teenage Rock & Roll Machine
The Donnas

Donnas On Tour :
18.2. Köln
20.2. Hamburg
1.3. Wien
2.3. München

(space captain)

zum archiv

0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.