...And You Will Know Us By The Trail of Dead
Worlds Apart
(Interscope)


...And You will Know Us By The Trail of Dead haben sie gefunden, die Blauplause für Monumentalität. "Worlds Apart" lässt in Sachen Bombast nämlich keine Wünsche offen und dürfte wohl schon bald als Referenzwerk für all jene gelten, die ihrerseits versuchen eine Brücke zwischen Mozart, Queen und At The Drive In zu schlagen.

Ein Album, völlig gegen den Strich des Marktes, denn wer hier nach potentiellen Single-Hits sucht, wird enttäuscht werden. Zwar findet sich bis auf den ausufernden Opener "Will You Smile Again?" kein einziger überlanger Song auf "Worlds Apart" wieder, dennoch geizte man im Lager der Texaner mit Auskoppelungskompatibilität.

Ähnlich wie bei Coheed and Cambrias "In Keeping Secrets Of Silent Earth 3", verhält es sich auch hier so, dass das Gesamtwerk der Star ist. Dieses Album will von Anfang bis Ende gehört werden, mit all seinen Höhen und Tiefen, krachigen Einlagen, ruhigen Passagen und seltsamen Zwischenstücken.

Stilistisch zwar deutlich ruhiger als der Vorgänger "Source Tags & Codes" angelegt, haben And You will Know Us By The Trail of Dead mit "Worlds Apart" jedoch mit Sicherheit ihr bis dato dichtestes Werk abgeliefert. Ein Album, wie geschaffen für die Rückeroberung der heimischen Kopfhörer/Lesesessel-Kombination.

Nicolas Ossberger