Teenage Fanclub
Four Thousand Seven Hundred And
Sixty-Six Seconds – A Short Cut To...
(Epic/Sony Music)

Zeit war es ja schon lange – das Resümee des Teenage Fanclub. Zehn Jahre zwischen dem ersten Album A Catholic Education und der Millenium LP Howdy haben ausreichend hochklassiges Material für eine Synopse akkumuliert. Steht bis dahin der Sound des Fanclubs eher unter dem Einfluß der drei großen B’s – Beatles, Beach Boys, Byrds – kristallisiert sich auf dem brillanten Ausflug in New Wave Gefilde, Words Of Wisdom And Hope (2002), und der Kooperation mit Jad Fair von Half Japanese die Affinität zu Velvet Underground endgültig heraus. Hier leider nicht berücksichtigt, durch drei neue Songs aber komplettiert, zeigt A Short Cut To..., daß die Schotten zu den ganz großen des Gitarrenpops zu zählen sind. Allerdings dokumentieren Alben wie z.B. Thirteen (1993), der letzten Veröffentlichung bei Creation (=> Oasis) vor dem Wechsel zu Sony, eine deutliche Symbiose zwischen Rock und Pop. So wird dann auch Grand Prix (1995), die erste Arbeit beim neuen Label zur perfektionistischen Weiterverfolgung des bisher eingeschlagenen Pfades. Wie hoch die Musik von Norman Blake, Raymond McGinley & Co einzustufen ist mag ein Vergleich der Medien verdeutlichen, die schon zu Beginn der Bandkarriere Parallelen zu Neil Youngs Begleitgruppe Crazy Horse anstellten. Da wie viele britische Musiker auch Teenage Fanclub Fußball-Fans sind, liegt nichts näher als ein begeistertes 'Scotland rules'.
(space captain)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.